Osthofener Sozialdemokraten: „Wir haben noch einiges vor uns“ – SPD Osthofen zieht Halbzeitbilanz – Neuer Vorstand gewählt

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Osthofener Sozialdemokraten: „Wir haben noch einiges vor uns“ – SPD Osthofen zieht Halbzeitbilanz – Neuer Vorstand gewählt

OSTHOFEN – Es galt Halbzeitbilanz zu ziehen für die Osthofener Sozialdemokraten. In der zahlreich besuchten Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins in Osthofen legte Vorsitzender Hans-Hermann Seelig den Bericht des scheidenden Vorstands ab. „Wir mischen uns die Diskussionen ein“, meint Seelig zur geplanten Gebietsreform, dem so genannten Entwicklungsplan IV (LEP IV) und der anstehenden Kommunalreform.

Er zeigte dabei den Anwesenden die Möglichkeit auf, mit einer Verbandsgemeinde einen Zusammenschluss zu favorisieren. „Bereits schon jetzt besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen z.B. den Verwaltungen unserer Stadt und mit Eich“, so Seelig weiter.

„Wir wollen, dass Osthofen S-Bahn-Station wird. Mit der Sanierung des Bahnhofs und des Vorplatzes stellen wir damit die Weichen, dass Osthofen als S-Bahn-Halt attraktiver wird“, meint Vorsitzender Seelig in seinem Rechenschaftsbericht weiter. Gerade die derzeitigen Rekordspritpreise seien ein Indiz dafür, dass der öffentliche Personennahverkehr an Bedeutung gewinnen wird und dafür sei Vorarbeit nötig.

Bürgermeister Bernd Müller berichtete währenddessen darüber, dass in Sachen LEP IV auch der „Schub endlich in Osthofen angekommen ist“ und im Vergleich zum Vorjahresmonat bereits mehr Gewerbesteuer eingenommen werden konnte.

„Wir rechnen damit, dass wir dieses Jahr trotz eines angesetzten Fehlbetrages dem Stadtrat erneut einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können.“ Und ganz besonders freute sich der Osthofener Stadtchef, dass vermutlich noch in diesem Jahr mit den Arbeiten an der Bahnunterführung Friedrich-Ebert-Straße/Rheinstraße begonnen werden könne. Bernd Müller weiter: „Die Ausschreibungen der Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen sind abgeschlossen und die Auswertung der bereits vorliegenden Angebote wird bereits vorgenommen, so dass wir noch in diesem Jahr beginnen können:“ Besonderen Dank richtete Bernd Müller an die Adressen von Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann und an die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Beide hätten sich in besonderem Maße für die Interessen der Stadt Osthofen engagiert.

Neuer Vorstand gewählt

Mit großer Mehrheit wurde erneut Hans-Hermann Seelig zum Vorsitzenden der Osthofener SPD gewählt. Neuer Stellvertreter ist der 29jährige Krankenkassen-Angestellte Alexander Ebert. Nach zweijähriger Pause in der Vorstandsarbeit löst er Kai Kronauer ab. Kronauer war vor etwa einem Jahr zum Vorsitzenden der Stadtratsfraktion bestimmt worden. Im Amt der Stellvertreterin wurde Doris Scherer sowie im Amt des Schatzmeisters und des Schriftführers wurden Harald Knierim und Kai Unkelbach bestätigt.

Die Beisitzer:

  • Ludwig Eifler,
  • Annemarie Cleres-Braun,
  • Hans-Werner Kern,
  • Reiner Krönert,
  • Sonja Schidrich,
  • Eleonore Ferino,
  • Anne-Marie Körner und
  • Markus Reis

Revisoren sind Lutz Knorpp und Manfred Röseler.

Veröffentlicht am 19.10.2007 von Peter Martens


Abriss der Güterhalle liegt bei der Bahn – MdB Hagemann begrüßt Fortschritte bei Bahnunterführung

OSTHOFEN – Im Spätsommer sollen in Osthofen die bauvorbereitenden Arbeiten für die Unterführung in der Friedrich-Ebert-Straße/Rheinstraße (L 386) unter der Bahnlinie beginnen. Zwar gebe es noch nichts schwarz auf weiß, die Bahn plane aber den Abriss der alten Güterhalle in Osthofen noch im Spätsommer dieses Jahres. Dies teilte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Worms, Bernhard Knoop, dem Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) jetzt in einem Gespräch mit.

„Die Bahn ist verantwortlich für den Abriss der alten Güterhalle, eine schriftliche Zusage liegt uns noch nicht vor“, sagte Knoop. Hagemann hatte sich deshalb nochmals an die Bahn gewandt, um auf eine Bestätigung der DB-AG zu drängen, damit der vorgesehene Zeitplan eingehalten werden kann. Nach dem Abriss der Güterhalle ist die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen vorgesehen. Wasser-, Abwasser- sowie Strom- und Gasleitungen liegen im Baufeld unter der Bahnstrecke im Bereich der L 386, Friedrich Ebert-Straße/Rheinstraße und müssen weichen. Baugrunderkundungen seien dazu durchgeführt worden, berichtete Knoop.

Wenn alles planmäßig laufe, will die Bahn darüber hinaus im Frühjahr 2008 aufwändige Oberleitungsarbeiten an der Bahnstrecke durchführen. Der Bau der Unterführung bedürfe sorgfältiger planerischer Vorbereitungen und Abstimmungen zwischen dem Land, der Bahn und der Stadt Osthofen. „In den Büros laufen die Vorbereitungen und Abstimmungen“, versicherte der LBM-Chef dem SPD-Bundespolitiker. Die Ausschreibungen werden derzeit vorbereitet. Nach Abschluss der Arbeiten am Bahnteil der Unterführung (Eisenbahnüberführung) 2008/2009 soll ab Mitte 2009 mit dem Bau der eigentlichen Straßenunterführung begonnen werden. „Ziel ist es, noch in 2010 diese für die Stadt Osthofen wichtige infrastrukturelle gesamte Baumaßnahme erfolgreich abzuschließen“, sagte Hagemann.

Der SPD-Bundespolitiker freute sich, dass die bauvorbereitenden Maßnahmen laufen und die Planungen voranschreiten. „Das Bauvorhaben ist im laufenden Bundeshaushalt 2006 eingestellt und die Gelder vom Bund stehen damit bereit“, sagte Hagemann, der sich seit Jahrzehnten sowohl als Kommunal- als auch als Bundespolitiker für die Maßnahme einsetzt. Auch das Land habe seine notwendigen Finanzmittel für das Projekt bereitgestellt.

Veröffentlicht am von Peter Martens


Kita-Arbeit hat sich stark verändert – MdB Hagemann zu Besuch in AWO-Kindertagesstätte „Zauberstein“ Osthofen

OSTHOFEN – Die Arbeit und die Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten haben sich nach den Worten der Leiterin der Osthofener AWO-Kita „Zauberstein“, Monika Schäfer, in den vergangen Jahren sehr stark verändert. Bei einem Besuch der Kita in der Neißestraße informierte sich der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) vor Ort nun über diesen Wandel und die Konsequenzen daraus in der täglichen Arbeit der Erzieherinnen. Im Rahmen eines Praktikums in der Einrichtung will Hagemann im Winterhalbjahr diese Eindrücke noch vertiefen.

Die über die Jahre hinweg neu hinzugekommenen Aufgabengebiete beträfen dabei nicht nur die Führungs-, Verwaltungs- und Erziehungsaufgaben. Vielmehr umfasse dies mitunter auch zeitaufwändige

Insgesamt sei die Kita

Neben dem Erlernen von demokratischen Spielregeln und Partizipation, lege man auch auf die frühe Sprachförderung sehr viel Wert in der AWO-Kita. Zweimal wöchentlich werden für Gruppen von jeweils sechs Kindern Sprachkurse angeboten.

Bund investiert massiv in Kleinkinderbetreuung

Hagemann informierte die Kindergartenleiterin und ihre Stellvertreterin, Helen Bittenbinder, bei dem Gespräch auch über die aktuellen bundespolitischen Initiativen im Bereich der Kinderbetreuung. So haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass ab 2013 Eltern für alle Kinder vom 1. bis zum 3. Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erhalten. Damit dieser Anspruch auch umgesetzt werden könne, unterstütze der Bund ab 2008 bis 2013 die Länder und Kommunen mit insgesamt vier Milliarden Euro für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung.

Gut die Hälfte davon, 2,15 Milliarden Euro, können für Investitionen wie Neubauten von Kitas oder Renovierungsarbeiten verwendet werden. 1,85 Milliarden Euro stellt der Bund bis 2013 und danach jährlich 770 Millionen Euro für die Betriebskosten von Kitas für die Kommunen bereit. Es sei gewährleistet, dass die Länder die Bundeszuschüsse vollständig an die Gemeinden und Träger weiterleiten. Damit wolle der Bund helfen, die Zahl der Krippenplätze auf 750.000 bis 2013 zu verdreifachen. Betreuung, Erziehung und Bildung von Beginn an solle gewährleistet werden wie in den anderen europäischen Staaten auch.

„artfremde" Bereiche wie das Erarbeiten von Hygieneplänen, Schulungen zur Lebensmittelhygiene, Gemeinwesenarbeit, Arbeitssicherheit und einiges andere mehr, berichtete Schäfer. In der Kita werde das Essen zudem noch selbst frisch zubereitet. Bis zu 54 Essen pro Tag werden hier  ausgegeben. Auch die geforderten Dokumentationspflichten hätten massiv zugenommen. Dadurch werde die Erziehungs- und Bildungsarbeit, die untrennbar zusammen gehörten, belastet. Hinzu komme, sagte Schäfer, dass heute deutlich mehr Kinder auffällig wären als früher, was intensivere pädagogische Arbeit erfordere.„Zauberstein" voll belegt und habe im Hort-Bereich sogar eine Warteliste. Derzeit seien eine altersgemischte Hortgruppe mit 20 Kindern und drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern in der Kita untergebracht. Für die unter 3jährigen seien in Osthofen insgesamt 23 Krippenplätze genehmigt, wovon zurzeit 17 belegt seien, informierte der SPD-Bundespolitiker, der auch Mitglied im Osthofener Stadtrat und im Jugendhilfeausschuss Alzey-Worms ist. Als Bedarf seien für Osthofen 55 Krippenplätze errechnet worden. Zusammen mit dem Ausbau und der verstärkten Förderung der Kindertagespflege sei man in Osthofen und im Kreis Alzey-Worms aber auf einem sehr guten Weg, optimale Betreuungsangebote von den ersten Lebensjahren an zu schaffen.„Hier sind die Landesgelder gut angelegt, da Sprache erst die Voraussetzung für eine gute Bildung schafft und der Schlüssel zur Integration ist", sagte Hagemann.

Veröffentlicht am von Peter Martens