Kita-Arbeit hat sich stark verändert – MdB Hagemann zu Besuch in AWO-Kindertagesstätte „Zauberstein“ Osthofen

Kita-Arbeit hat sich stark verändert – MdB Hagemann zu Besuch in AWO-Kindertagesstätte „Zauberstein“ Osthofen

OSTHOFEN – Die Arbeit und die Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten haben sich nach den Worten der Leiterin der Osthofener AWO-Kita „Zauberstein“, Monika Schäfer, in den vergangen Jahren sehr stark verändert. Bei einem Besuch der Kita in der Neißestraße informierte sich der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) vor Ort nun über diesen Wandel und die Konsequenzen daraus in der täglichen Arbeit der Erzieherinnen. Im Rahmen eines Praktikums in der Einrichtung will Hagemann im Winterhalbjahr diese Eindrücke noch vertiefen.

Die über die Jahre hinweg neu hinzugekommenen Aufgabengebiete beträfen dabei nicht nur die Führungs-, Verwaltungs- und Erziehungsaufgaben. Vielmehr umfasse dies mitunter auch zeitaufwändige

Insgesamt sei die Kita

Neben dem Erlernen von demokratischen Spielregeln und Partizipation, lege man auch auf die frühe Sprachförderung sehr viel Wert in der AWO-Kita. Zweimal wöchentlich werden für Gruppen von jeweils sechs Kindern Sprachkurse angeboten.

Bund investiert massiv in Kleinkinderbetreuung

Hagemann informierte die Kindergartenleiterin und ihre Stellvertreterin, Helen Bittenbinder, bei dem Gespräch auch über die aktuellen bundespolitischen Initiativen im Bereich der Kinderbetreuung. So haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass ab 2013 Eltern für alle Kinder vom 1. bis zum 3. Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erhalten. Damit dieser Anspruch auch umgesetzt werden könne, unterstütze der Bund ab 2008 bis 2013 die Länder und Kommunen mit insgesamt vier Milliarden Euro für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung.

Gut die Hälfte davon, 2,15 Milliarden Euro, können für Investitionen wie Neubauten von Kitas oder Renovierungsarbeiten verwendet werden. 1,85 Milliarden Euro stellt der Bund bis 2013 und danach jährlich 770 Millionen Euro für die Betriebskosten von Kitas für die Kommunen bereit. Es sei gewährleistet, dass die Länder die Bundeszuschüsse vollständig an die Gemeinden und Träger weiterleiten. Damit wolle der Bund helfen, die Zahl der Krippenplätze auf 750.000 bis 2013 zu verdreifachen. Betreuung, Erziehung und Bildung von Beginn an solle gewährleistet werden wie in den anderen europäischen Staaten auch.

„artfremde" Bereiche wie das Erarbeiten von Hygieneplänen, Schulungen zur Lebensmittelhygiene, Gemeinwesenarbeit, Arbeitssicherheit und einiges andere mehr, berichtete Schäfer. In der Kita werde das Essen zudem noch selbst frisch zubereitet. Bis zu 54 Essen pro Tag werden hier  ausgegeben. Auch die geforderten Dokumentationspflichten hätten massiv zugenommen. Dadurch werde die Erziehungs- und Bildungsarbeit, die untrennbar zusammen gehörten, belastet. Hinzu komme, sagte Schäfer, dass heute deutlich mehr Kinder auffällig wären als früher, was intensivere pädagogische Arbeit erfordere.„Zauberstein" voll belegt und habe im Hort-Bereich sogar eine Warteliste. Derzeit seien eine altersgemischte Hortgruppe mit 20 Kindern und drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern in der Kita untergebracht. Für die unter 3jährigen seien in Osthofen insgesamt 23 Krippenplätze genehmigt, wovon zurzeit 17 belegt seien, informierte der SPD-Bundespolitiker, der auch Mitglied im Osthofener Stadtrat und im Jugendhilfeausschuss Alzey-Worms ist. Als Bedarf seien für Osthofen 55 Krippenplätze errechnet worden. Zusammen mit dem Ausbau und der verstärkten Förderung der Kindertagespflege sei man in Osthofen und im Kreis Alzey-Worms aber auf einem sehr guten Weg, optimale Betreuungsangebote von den ersten Lebensjahren an zu schaffen.„Hier sind die Landesgelder gut angelegt, da Sprache erst die Voraussetzung für eine gute Bildung schafft und der Schlüssel zur Integration ist", sagte Hagemann.

Veröffentlicht am 19.10.2007 von Peter Martens