Bahn „jederzeit“ gesprächsbereit bei Unterführung Osthofen – DB-Konzernbevollmächtigter antwortet MdB Hagemann und kommt Ende August

Bahn „jederzeit“ gesprächsbereit bei Unterführung Osthofen – DB-Konzernbevollmächtigter antwortet MdB Hagemann und kommt Ende August

OSTHOFEN – „Die Deutsche Bahn AG ist jederzeit bereit, die Gespräche intensiv weiterzuführen, wenn ein entsprechendes Signal von der Gemeinde erfolgt“. Das teilte der für Rheinland-Pfalz zuständige Konzernbevollmächtigte der Bahn, Gerhard Schinner, dem Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) auf seine Anfrage im Zusammenhang mit der umstrittenen Schließung der Bahnunterführung und des Aufgangs zu Gleis 4 hin mit. Der SPD-Bundespolitiker hatte in seinem Schreiben dafür plädiert, im Rahmen eines für beide Seiten tragfähigen Kompromisses die weitere Nutzung der Unterführung zu ermöglichen.

Dennoch sei grundsätzliches Ziel der Bahn, den Zugang zum Gleis 4 zu schließen, um „verlorene Kosten“ zu vermeiden. „Zumal dort keine Gleisnutzung mehr erfolgt und in nächster Zeit nicht unerhebliche Reparaturen für einen sicheren Weiterbetrieb anstünden“, erklärte der Konzernbevollmächtigte. Zudem stünde in unmittelbarer Nähe in nördlicher Richtung eine parallele Stadtteilverbindung zur Verfügung, die im Jahr 2005 saniert wurde. Die jetzt vorhandene Brücke über den Seebach einschließlich des Trampelpfades zum Gleis 4 wurde damals nach Angaben Schinners von der Bahn nur deshalb genehmigt, damit während der vorgenannten Sanierungsmaßnahmen ein sicherer Weg für die Schulkinder ermöglicht wird. „Nach der Sanierung sollte hier ein Rückbau erfolgen“, schrieb Schinner an Hagemann. Daraufhin habe die Stadt Osthofen gebeten, die Unterführung nicht zu verschließen woraufhin Verhandlungen über einen sogenannten Gestattungsvertrag zwischen der Stadt und der Bahn aufgenommen wurden. In dem Vertrag ging es um die Mitbenutzung der Bahnunterführung gegen Übernahme der Unterhaltung und der Verkehrssicherungspflicht für den von der DB AG nicht mehr benötigten Teil des Bauwerks. Man sei bei der Bahn dann erstaunt gewesen, dass die „zunächst sehr erfolgsversprechend“ verlaufenden Verhandlungen in eine Ablehnung des Vertrages durch den Stadtrat mündeten. Die Bahn bekundete jedoch die grundsätzliche Bereitschaft, die Gespräche fortzusetzen. Unter anderem hierzu hat Hagemann den Bahn-Konzernbevollmächtigten zu einem Vor-Ort-Gespräch Ende August nach Osthofen eingeladen.   

Veröffentlicht am 13.12.2007 von Peter Martens