„Übernahme durch Nestlé stärkt Standort Osthofen“ – MdB Hagemann informiert sich bei Novartis über Zukunftsperspektiven

„Übernahme durch Nestlé stärkt Standort Osthofen“ – MdB Hagemann informiert sich bei Novartis über Zukunftsperspektiven

Osthofen – Bei einem Rundgang durch den Produktionsbereich informierten Geschäftsführer Albrecht Vallendar und Betriebsratsvorsitzender Helmut Litzius den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann über die Neu-Investitionen am Standort Osthofen.

Der geplante Verkauf des Geschäftsbereichs „medizinische Ernährung“ einschließlich des Osthofener Novartis-Werkes an die Nestlé AG soll den Standort Osthofen stärken und wird aus heutiger Sicht wohl keine Arbeitsplätze kosten. Darüber informierten Geschäftsführer Albrecht Vallendar und der Betriebsratsvorsitzende Helmut Litzius den Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD), der sich im Rahmen eines Betriebsbesuchs über die Zukunftsplanungen des größten Arbeitgebers und wichtigen Gewerbesteuerzahlers in Osthofen erkundigte.

Ende des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Geschäftsbereich „Medical Nutrition“ von Nestlé übernommen werden soll. Sofern bei Nestlé die Kartellbehörden aller beteiligten Länder zustimmen, könnte der Übernahmeprozess im dritten Quartal 2007 abgeschlossen sein. „Mit der Übernahme der Sparte kommen wir weg von einem Randbereich bei Novartis hin zum Kerngeschäft bei Nestlé“, sagte Vallendar. Nestlé sei vom Standort Osthofen sehr angetan gewesen, dessen Stärke die Herstellung von verschiedensten hochspezialisierten Produkten auch in kleineren Mengen sei. Durch die Nestlé-Übernahme werde deshalb der Osthofener Standort gesichert und es ergeben sich überdies neue Wachstumsmöglichkeiten vor Ort, ist sich Vallendar sicher. Konkrete Investitionsvorhaben und Kapazitätserweiterungen für Osthofen sind bereits in der Planung. Auch die Anzahl der Mitarbeiter könne sich dadurch erhöhen. Derzeit sind 240 Mitarbeiter im Osthofener Werk beschäftigt.

Eine Reihe neuer Investitionen wurden bereits in den vergangenen Jahren getätigt. So wurde beispielsweise in neue Produktlinien, umfangreich in Lärm- und Umweltschutzmaßnahmen, aber auch in den Bau einer neuen Kantine und eines Sozialgebäudes für die Mitarbeiter investiert.

Europaweite Produktentwicklung in Osthofen

Von besonderem Interesse war für Hagemann, der für den Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zuständig ist, der Entwicklungsbereich bei Novartis. Dieser Sektor solle ausgebaut und dafür drei neue hochqualifizierte Mitarbeiter eingestellt werden.

„In Osthofen werden dabei auch für andere Standorte europaweit neue Produkte entwickelt“, erklärte Vallendar. Hagemann informierte den Novartis-Geschäftsführer in diesem Zusammenhang auch über die verschiedenen Fördermöglichkeiten des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Ab September 2006 gebe es beispielsweise die Forschungsprämie, mit deren Hilfe gemeinsame Projekte zwischen KMUs und Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen sowie Universitäten gefördert werden.

Veröffentlicht am 13.12.2007 von Peter Martens