Gesunde Ernährung bleibt noch länger auf Stundenplan – MdB Hagemann erlebt Ernährungsprojekt in Seebachschule

Gesunde Ernährung bleibt noch länger auf Stundenplan – MdB Hagemann erlebt Ernährungsprojekt in Seebachschule

OSTHOFEN – „Woher kommen eigentlich Pommes, Knödel und Co.?“ war die Frage, der die Klasse 2b der Osthofener Seebach-Grundschule mit ihrer Lehrerin Hertha Christ nachging. Im Rahmen des seit 2003 laufenden Modellprojektes für eine gesunde Ernährung, das inzwischen unter dem Titel „Früh in Form“ firmiert, durfte der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) eine Unterrichtseinheit erleben, in der sich alles rund um die Kartoffel drehte.

„Die Finanzierung des Projektes durch den Landkreis Alzey-Worms steht jetzt für drei Jahre“, freute sich Schulleiterin Eleonore Tirnitz-Parker im Gespräch mit Hagemann, der sich schon früher für das Projekt eingesetzt hatte. Wegen des Erfolges sei eine Ausdehnung des Projektes auf andere Schulen empfehlenswert, waren sich Tirnitz-Parker und Hagemann einig.

Die Adipositasprävention wurde an der Seebachschule als Modellprojekt des Landkreises Alzey-Worms 2003 auf Anregung des Adipositas-Netzwerks Rheinland-Pfalz e.V., dem Gesundheitsamt und der Regionalen Gesundheitskonferenz initiiert. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Universität Landau. „Der Tatsache, dass inzwischen jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig ist, wollten wir etwas entgegen setzen“, sagte Tirnitz-Parker. Durch eine kontinuierliche Ernährungs- und Bewegungsschulung sollen die Grundschulkinder an eine gesunde Lebensweise herangeführt werden. Im Schuljahr 2007/2008 besteht dieses Unterrichtsangebot für alle drei ersten und alle drei zweiten Klassen mit insgesamt rund 150 Schülern und umfasst jeweils vier Doppelstunden pro Schuljahr.

Auch mehr Bewegung notwendig 

Mit Unterstützung von Cornelia Burger, einer Diplom-Ernährungswissenschaftlerin, lernen die Kinder zunächst bestimmte Lebensmittel wie die Kartoffel anhand von Arbeitsblättern sowie Experimenten kennen und erfahren die Grundlagen einer gesunden Ernährung. Im anschließenden praktischen Teil kocht die Klasse dann gemeinsam mit Eltern, die sich in dem Projekt engagieren und die Kinder anleiten. Beim Besuch des SPD-Bundes- und Kommunalpolitikers standen „Kartoffelmäuse mit Quark“ und eine „Karoffelsuppe“ auf dem Speiseplan.

„Auf lange Sicht ist „Früh in Form“ sicher ein erfolgreiches Projekt und wir stellen bei den Schülern ein deutlich verbessertes Wissen über gesunde Ernährungsweisen und veränderte Ernährungsgewohnheiten fest“, bilanzierte Tirnitz-Parker. Wichtig sei dabei aber immer auch der begleitende Sportförderunterricht. Ingesamt würden die Schulleiterin und Hagemann eine Fortführung des Programms in der jetzigen Form begrüßen. 

„Prävention ist immer besser als Therapie, vor allem wenn sie bereits im Kinderalter ansetzt und die Kinder sich von klein auf an einen gesunden Lebenswandel gewöhnen“, sagte der SPD-Parlamentarier. Zugleich müsse man auch an all diejenigen Kinder denken, die sich keine warme Mahlzeit am Tag leisten könnten. Deshalb setzt sich Hagemann für Bundeszuschüsse ein, um eine gesunde und ausreichende Ernährung in Kitas und Schulen, zu gewährleisten. Bedürftige Kinder sollen dadurch eine warme Mahlzeit am Tag erhalten. 

Bild: Bei den „Kartoffelmäusen“ half MdB Klaus Hagemann den kleinen Nachwuchsköchen.

Veröffentlicht am 22.03.2008 von Peter Martens