„Haus der Generationen“ soll entstehen – Osthofener Sozialdemokraten besichtigen ehemaliges Landesdurchganswohnheim

„Haus der Generationen“ soll entstehen – Osthofener Sozialdemokraten besichtigen ehemaliges Landesdurchganswohnheim

OSTHOFEN Nachdem die SPD in einer zurückliegenden Sitzung des Sozialausschusses die Nutzung einzelner Gebäude im ehemaligen Landesdurchgangswohnung als „Haus der Generationen“ beantragte, trafen sich die Genossinnen und Genossen vor Ort um sich über den Sachstand zu informieren und die eigenen Vorstellungen mit den Möglichkeiten vor Ort abzustimmen.

Bürgermeister Müller informierte die SPD-Fraktion, dass das Land und die Stadt einen akzeptablen Vertragsentwurf erarbeitet hätten und es in absehbarer Zeit zu einem Eigentumsübergang zur Stadt kommen kann und wird, wenn der Stadtrat zustimmt. Fraktionsvorsitzender Kai Kronauer wies darauf hin, wie wichtig es in Zukunft sein wird für junge und alte Menschen einen Treffpunkt zu gestalten, der Kommunikation erlaube. Aus diesem Grund sehe die SPD in diesem Projekt die einmalige Chance Räumlichkeiten zu schaffen, an denen Senioren und Junioren sich getrennt oder gemeinsam treffen.

Damit wolle die SPD einmal der sich ändernden Demoskopie, aber auch den engen Angeboten der Gegenwart Alternativen gegenüberstellen. „Der alte Kindergarten im Flutgraben ist nicht mehr geeignet als Angebot, das einer Kleinstadt gerecht wird aufzunehmen. Und auch das Bürgerhaus stößt an seine Kapazitätsgrenzen“ stellte Kronauer fest. 

„Daher wollen wir uns für die Zukunft rüsten und die Chance durch die Übergabe des Landesdurchgangswohnheimes an die Stadt Perspektiven für ältere und jüngere Menschen schaffen“ ergänzte der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Hermann Seelig. „Da wir einen Neubau niemals finanzieren könnten, wollen wir in 2 Gebäuden des LDW das Jungendhaus, aber auch den Caritaskindergarten unterbringen.

Darüber hinaus ist es hier möglich für die Seniorenangebote der Vereine, aber auch den Kirchen, Räume bereitzustellen, die der zukünftigen Gesellschaft gerecht werden.“ Die Sozialdemokraten sind sich einig, dass zunächst sehr schnell ein vereinfachter Umzug des Jugendhauses erfolgen soll. Dadurch würde auch der Brennpunkt in der Altstadt beseitigt. Danach sollen mittelfristig Räumlichkeiten geschaffen werden, die z.B. der AWO zur Verfügung gestellt werden könnten, die eine hervorragende Seniorenarbeit anbiete. Dazu soll der Erhalt des Caritaskindergartens unterstützt werden. 

„Wir wissen natürlich, dass das nicht alles schnell gehen kann, unter anderem weil uns die Mittel fehlen. Aber es ist wichtig, Investoren für das Restgebiet bereits jetzt zu sagen, welche Ziele zumindest die stärkste Partei im Stadtrat verfolgt, um ein faires Miteinander zu ermöglichen“, stellte Seelig abschließend fest.

Veröffentlicht am 24.08.2008 von Peter Martens