Transparenz bei S-Bahn-Kosten schaffen – Hagemann schreibt an Bahn und Verkehrsverbund

Transparenz bei S-Bahn-Kosten schaffen – Hagemann schreibt an Bahn und Verkehrsverbund

RHEINHESSEN Eine „transparente Darstellung“ der Kosten und eine „nachvollziehbare Begründung“ der zum Teil drastischen Kostensteigerungen für den geplanten Ausbau der S-Bahn Rhein-Neckar fordert der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) jetzt in einem Schreiben an die Deutsche Bahn und an den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).

Auch im Bundesverkehrsministerium wird der SPD-Abgeordnete für mehr Transparenz plädieren, da der Bund immerhin knapp zwei Drittel der zuwendungsfähigen Kosten übernehme. Auf Einladung Hagemanns war vor wenigen Wochen VRN-Geschäftsführer Werner Schreiner nach Rheinhessen gekommen, um über den gegenwärtigen Sachstand sowie die Planungen entlang der Bahnlinie Worms-Mainz bis 2015 zu informieren und sich mit den am Projekt teilnehmenden rheinhessischen Gemeinden auszutauschen.

„Damit die Gemeinden ihre Grundsatz- und Finanzierungsbeschlüsse für den S-Bahn gerechten Stationsausbau, wie gefordert, so schnell wie möglich treffen können, muss klar sein, wie sich die aktuellen Kosten zusammensetzen und warum die gegenwärtige Baukostenvorplanung so eklatant von der vor zwei Jahren erstellten Baukostenstudie abweicht“, betonte Hagemann. Eine transparente Darstellung müsse auch im Sinne der Bahn und des Verkehrsverbundes sein, um allen Spekulationen entgegen zu treten. Und nicht zuletzt gehe es bei dem Projekt um öffentliche Mittel, bei denen der Bürger ein Anrecht darauf habe, zu wissen, wie die Gelder verwendet werden. Hagemann kann vor diesem Hintergrund die Verärgerung der Bürgermeister der betroffenen Kommunen nachvollziehen und unterstützt deren Anliegen ausdrücklich. „Die Kommunen dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben“.

Zugleich freute er sich, dass die Gemeinden entlang der Bahnlinie Worms-Mainz die historische Chance, die der S-Bahn-Ausbau insbesondere für die vielen Pendler und Schüler sowie auch für den Tourismus in der Region beinhalte, erkannt hätten. „Angesichts steigender Benzinpreise, steigender Verkehrsdichte auf den Straßen und nicht zuletzt natürlich aus Umweltschutzgründen gibt es darüber hinaus Diskussionen auf Bundesebene, die Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr auszuweiten“, erklärte Hagemann. Zurzeit stelle der Bund den Ländern 7,2 Milliarden Euro für den ÖPNV zur Verfügung. 

Marco Sussmann

Veröffentlicht am 11.08.2008 von Peter Martens