Internetaktion der CDU nicht repräsentativ – Gute Unterrichtsversorgung weiterhin Priorität bei rheinland-pfälzischer Schulpolitik

Internetaktion der CDU nicht repräsentativ – Gute Unterrichtsversorgung weiterhin Priorität bei rheinland-pfälzischer Schulpolitik

ALZEY-WORMS-OPPENHEIM „Es bleibt natürlich der CDU überlassen, die Bürgerinnen und Bürger um ihre Einschätzung zu bitten“, reagierte die SPD- Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam- Trapp auf die Ankündigung von Landtagsabgeordnetem Thomas Günther (CDU) zur Internetaktion, bei der der tatsächliche Unterrichtsausfall an Schulen in Rheinland-Pfalz ermittelt werden soll.

„Es wird jedoch mehr als deutlich, dass die CDU damit lediglich beabsichtigt, Stimmungen zu erzeugen, die alles andere als Ziel führend sind.“ Eine solche Befragung könne weder repräsentativ noch aussagekräftig sein, im Gegensatz zu der im November herausgegebenen Statistik der Schulbehörde, die es gelte abzuwarten, um sich ein seriöses Bild von der strukturellen Versorgung der einzelnen Schulen zu machen.

Die gute Unterrichtsversorgung bleibe weiterhin eine Priorität der rheinland-pfälzischen Schulpolitik, betonte Anklam-Trapp. Natürlich sei es unbefriedigend, dass es deutschlandweit für bestimmte Fächer zu wenige Lehrkräfte gibt und es an einigen Stellen zu Engpässen kommen kann. Aber die SPD-geführte Landesregierung reagierte bereits darauf, indem sie dafür Sorge trägt, dass es überhaupt genügend Stellen gibt.

„In den letzten zwei Jahren wurden in Rheinland-Pfalz 460 zusätzliche neue Stellen geschaffen, während andere Länder die Lehrerstellen abgebaut haben und die CDU seinerzeit die Schaffung dieser Stellen im Landtag abgelehnt hatte“, sagte sie. Frühzeitig vor Beginn des Schuljahres kümmere sich Rheinland-Pfalz um die Besetzung der Stellen, weshalb sich Baden-Württemberg bereits darüber beklagt habe, man schnappe die Lehrkräfte weg.
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion gehe jedem Einzelfall nach und kümmere sich um die Lösung eines individuellen Problems zu Beginn des Schuljahres. Weiterhin werden die Kapazitäten an den rheinland-pfälzischen Studienseminaren kontinuierlich ausgebaut, und das Festhalten an der Gebührenfreiheit des Erststudiums sowie die Reform der Lehrerausbildung tragen dazu bei, dass ein Lehramtstudium für junge Menschen noch attraktiver wird.

„Zur Vermeidung von krankheitsbedingtem Ausfall von Schulstunden hat das Land mit dem „Projekt Erweiterte Selbstständigkeit“ (PES), bei dem es konkret um die Vermeidung von temporärem Unterrichtsausfall geht, ein äußerst wirksames Instrument, wie eine Stichprobenerhebung zu Beginn dieses Jahres deutlich gemacht hat“, informierte die SPD-Politikerin.

Veröffentlicht am 19.09.2008 von Peter Martens