Optimale Förderung bis zum Abitur – SPD-Kreistagsfraktion Alzey-Worms informierte sich über Planungsstand zu IGS Osthofen

Optimale Förderung bis zum Abitur – SPD-Kreistagsfraktion Alzey-Worms informierte sich über Planungsstand zu IGS Osthofen

OSTHOFEN Um sich über anstehende Maßnahmen im Landkreis zu informieren und die Auswirkungen getroffener politischer Entscheidungen in der Praxis kennen zu lernen, besucht die SPD-Kreistagsfraktion derzeit zahlreiche Schulen. Am 29. Oktober 2008 waren die Fraktionsmitglieder mit Vorsitzendem Gerhard Kiefer und Landrat Ernst Walter Görisch vor Ort in der Realschule Osthofen und der Goldberg Grund- und Hauptschule, die im Schuljahr 2009/10 zur Integrierten Gesamtschule (IGS) werden. Mit den Schulleitern der beiden Schulen und der Planungsgruppe IGS wurden Fragen zur Umgestaltung des Lehrbetriebs der neuen Schulform erörtert.

Die Arbeitsgemeinschaft IGS besteht derzeit aus drei Lehrkräften, die von einer Fachkraft der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) unterstützt werden. „Wir haben auch bei unserer Fortbildung schon sehr viel Input erhalten“, berichteten die Lehrerinnen Elisabeth Kaiser-Klostermair und Dr. Monika Höfer-Pett. Wöchentlich trifft sich die Gruppe. „Nach vier Teamsitzungen sind wir noch in der Anfangsphase“, so die Lehrerinnen.

Zunächst wurden die ersten pädagogischen Schwerpunkte festgelegt: Naturwissenschaft/Mathematik und Sport unter dem Motto „Die bewegte Schule“. In weiteren Sitzungen wolle man das Fremdsprachenangebot ausarbeiten und weitere IGS-Angebote ausfeilen. Vorstellbar wäre auch der Musikbereich. Grundsätzlich werden die Unterrichtsangebote an den Begabungen und Interessen der Schüler ausrichtet sein. Das pädagogische Konzept der IGS soll bei einer Infoveranstaltung am 2. Dezember den Eltern vorgestellt werden. „Und am 25. November wollen wir die Kollegen und die Leitung der Grundschulen konkret auch zur gymnasialen Oberstufe informieren, damit von dieser Seite Empfehlungen an die IGS gegeben werden“, so Realschulleiter Hans-Walter Reinhard.  

Aufgenommen werden in der IGS im kommenden Schuljahr 120 Kinder der 5. Klassenstufe, erläuterte Landrat Görisch. Die IGS ist vierzügig; pro Jahrgang wird es künftig weitere vier Klassen geben. Die Auswahlkriterien wolle man bei der Schule belassen.  

Das Schulentwicklungsprogramm sei von der SPD-Fraktion stets begleitet und die Einrichtung der IGS positiv mitgetragen worden, betonte Kiefer. Erfreulich sei, dass in Osthofen ausreichend viele Räume vorhanden sind, die nur der „IGS-gemäßen“ Herrichtung bedürfen, was von den Mitgliedern des Planungskreises bestätigt wurde. Eine Herausforderung sei für sie allerdings noch die Organisation des Lehrplanes, denn sowohl die Räume der Real- als auch die der Goldbergschule werden genutzt.  

Von der Möglichkeit für Kinder, in der IGS Osthofen bis zum Abitur zu kommen, begeisterten sich MdL Kathrin Anklam-Trapp und Bürgermeister Bernd Müller. Mit der IGS seien nun in Osthofen alle Schulformen abgedeckt.  

Die neue Schulstruktur bedeutet gleichzeitig Veränderungen für die Lehrerinnen und Lehrer an der Realschule und der Hauptschule. Die Veränderung kann neben einem Wechsel zu einer anderen Schule auch die Chance zu einer Weiterqualifizierung und Aufstiegsprüfung sein. Flexibilität wie in der Wirtschaft ist erwünscht.

Bea Witt

Veröffentlicht am 21.11.2008 von Peter Martens