Ebert führt künftig die Osthofener SPD – Hagemann einstimmig für die Wahlkreiskonferenz nominiert/Cleres-Braun mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet

Ebert führt künftig die Osthofener SPD – Hagemann einstimmig für die Wahlkreiskonferenz nominiert/Cleres-Braun mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet

OSTHOFEN Mit 99,5 % wurde Alexander Ebert zum neuen Chef der SPD in Osthofen gewählt. Damit löst der 31-jährige Krankenkassen-Angestellte Hans-Hermann Seelig ab, der nach mehr als fünfzehn Jahren nicht wieder für das Amt kandidierte. Seelig bleibt aber weiterhin als Beisitzer im Vorstand der Osthofener Genossen. Ebenso an diesem Abend wurde Klaus Hagemann für die Wahlkreiskonferenz Ende Januar nominiert.

In seinem Rechenschaftsbericht zählte Seelig unter anderem die Aktivitäten der letzten eineinhalb Jahre auf. Seelig freute sich über die positive Mitgliederentwicklung in den vergangenen beiden Jahren. Der Osthofener Ortsverein konnte hier Zuwächse verzeichnen und sich positiv vom Trend in anderen Regionen und bei anderen Parteien abheben „Ein Zeichen, dass es nicht nur Schlechtes in der Partei gibt, sondern auch gute Politik gestaltet wird. Allen voran in Osthofen“, so Seelig. „Es beruhigt mich, dass es offenbar auch der Bevölkerung aufgefallen ist, dass andere Parteien immer nur vor den Wahlen ihre fleißigen Lieschen verteilen, während dagegen die SPD alljährlich zum Muttertag präsent ist und rote Rosen verteilt.“  

Seeligs bisheriger stellvertretender Vorsitzender, Alexander Ebert, führt künftig die Osthofener SPD. Von „neuen Gesichtern und neuen Ideen“, sprach Ebert nach seiner Wahl. „Damit wollen wir in den Kommunalwahlkampf ziehen, um weiterhin für die Stadt Osthofen eine gute und nachhaltige Politik zu gestalten.“ In einer Mitgliederversammlung am 15. Januar 2009 soll dann die Kandidatenliste zur Stadtratswahl vorgestellt und verabschiedet werden. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die sich neu für die sozialdemokratische Sache in unserer Stadt einsetzen wollen“, kündigt Ebert an. Gleichzeitig kündigt er an, in den Dialog zu treten, „und das mit allen: Mandatsträgern in Bund und Land, aber ganz besonders mit den Bürgerinnen und Bürgern.“ 

Zu seinen Stellvertretern wählte die Versammlung den 38 Jahre alten Diplom-Verwaltungswirt, Heiko Unselt und die Dritte Beigeordnete Doris Scherer. Zur Schatzmeisterin wurde Julia Dauenheimer gewählt. Sie tritt die Nachfolge des erst kürzlich verstorbenen Harald Knierim an. 

Hagemann einstimmig nominiert

„Den Menschen zu dienen, nicht um sich bedienen zu lassen“, führte Hagemann mit als Grund an, um erneut für den Deutschen Bundestag kandidieren zu wollen. Es sei ihm wichtig, für Osthofen und für die gesamte Region etwas erreichen zu wollen und können und sich dafür einzusetzen. „Ich bedanke mich für das Vertrauen“, so der Bundespolitiker nach seiner Nominierung zur Wahlkreiskonferenz, die einstimmig erfolgte. 

Nicht wieder für den Vorstand kandidierte Anne-Marie Cleres-Braun. Cleres-Braun, die seit Jahrzehnten im Dienst der Partei stand, wurde vom neuen Vorsitzender Alexander Ebert mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Von 1994-1999 war die Sozialdemokratin im Kreistag und von 1994 bis 2004 Mitglied im Osthofener Stadtrat. Sie engagierte sich darüberhinaus in den unterschiedlichsten Gremien der SPD. „Mit Deiner Arbeit hast Du beispielhaft in der Stadt Osthofen und im Landkreis Alzey-Worms die sozialdemokratischen Ideale „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ mit Leben erfüllt“, sagte Ebert.

In den Vorstand wurden gewählt:

Alexander Ebert (Vorsitzender)
Heiko Unselt (stellvertretender Vorsitzender)
Doris Scherer (stellvertretende Vorsitzende)
Jula Dauenheimer (Schatzmeisterin)
Kai Unkelbach (Schriftführer)

Als Beisitzer wurden gewählt:

Ludwig Eifler
Eleonore Ferino
Hans-Jörg Gander
Hans-Werner Kern
Rainer Krönert
Hans-Hermann Seelig

Veröffentlicht am 19.12.2008 von Peter Martens