Geschäft mit Fernwärme boomt – Hagemann und Kiefer zu Besuch bei der Firma Brassen in Osthofen

Geschäft mit Fernwärme boomt – Hagemann und Kiefer zu Besuch bei der Firma Brassen in Osthofen

OSTHOFEN Die Technik, Wärme über größere Entfernungen mittels gedämmter Rohrsysteme vom Erzeuger bis zur Heizung des Verbrauchers zu transportieren, hat der Osthofener Firma Brassen in den vergangenen Jahren enorme Umsatzsteigerungen eingebracht. Bei einem Besuch des auf Fernwärmetechnik spezialisierten Osthofener Unternehmens MB Brassen informierten sich der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann sowie der Bürgermeister der VG Eich und SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Gerhard Kiefer (beide SPD), jetzt über die wirtschaftliche Situation des Betriebes und diskutierten Methoden einer umweltfreundlichen, effizienten, nachhaltigen und für den Verbraucher möglichst günstigen Energiegewinnung. Begleitet wurde Hagemann von vier Schülerpraktikanten, die einen Einblick in die Arbeit des SPD-Parlamentariers erhielten.

Allein im vergangenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen mit seinen inzwischen 40 Mitarbeitern seinen Umsatz um 50 Prozent steigern können, freute sich Geschäftsführer Mario Brassen. Auch die Aussichten für dieses Jahr seien mindestens genauso gut. Deshalb sei geplant, die vorhandene Produktionshalle in Richtung Süden zu vergrößern sowie den Bürokomplex um ein Stockwerk zu erhöhen. In Deutschland gehöre der Osthofener Betrieb, der seine Technik hauptsächlich an Energieversorger wie Stadtwerke liefert, zu den drei Marktführern im Bereich der Fernwärmetechnik.

 

Von der Wirtschaftskrise sei man hier kaum betroffen, da „Wärme, Trinkwasser und Strom ja immer gebraucht werden“, erklärte Brassen. Ebenso habe das Unternehmen sowie die Branche insgesamt von der Gesetzgebung des Bundes durch das novellierte Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz stark profitieren können. „Bei den alternativen Energien ist Deutschland Weltmarktführer“, freute sich Hagemann.

 

Im Fernwärmebereich sei in Deutschland noch ein sehr großes Potenzial vorhanden, „es dampften noch viele Schornsteine vor sich hin, wodurch Wärme sinnlos verloren geht“, sagte Brassen. Einen „Boom“ erlebe auch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), was bedeutet, dass mit der Abwärme aus der Stromproduktion Gebäude beheizt werden. Mit dieser umweltfreundlichen und besonders kostengünstigen Energiegewinnung mache man sich nicht zuletzt auch von den Öl- und Gaslieferungen aus Drittstaaten unabhängig, war sich Hagemann mit Brassen und Kiefer einig.

 

Blockheizkraftwerke, die das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nutzen, könnten nach Auffassung von Hagemann und Kiefer auch sehr gut im Schulzentrum in Alzey oder auch in der Integrierten Gesamtschule Osthofen etabliert werden. Der SPD-Bundespolitiker betonte, dass der Bund im Rahmen von Sonderprogrammen insbesondere auch die Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren und alternativen Energien fördert. 

   

Geothermie in VG Eich nutzen

 

VG-Chef Kiefer berichtete in diesem Zusammenhang, dass derzeit aktuelle geothermische Untersuchungen in der Verbandsgemeinde Eich durchgeführt würden, um dort vorhandene Erdwärme optimal für die Region nutzen zu können. Auch in der VG Monsheim führe man hierzu Untersuchungen durch.

  

Marco Sussmann

Veröffentlicht am 25.02.2009 von Peter Martens