Hagemann mit überwältigender Mehrheit gewählt – SPD kürt Direktkandidaten für Worms-Alzey-Oppenheim

Hagemann mit überwältigender Mehrheit gewählt – SPD kürt Direktkandidaten für Worms-Alzey-Oppenheim

OSTHOFEN Mit einer überwältigenden Mehrheit von 94 Prozent haben die SPD-Delegierten des Wahlkreises Worms-Alzey-Oppenheim den Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) erneut zum Direktkandidaten für die nächste Bundestagswahl am 27. September nominiert. Zu den ersten Gratulanten gehörten: SPD-Landesgeschäfsführer Stephan Wilhelm, Landrat Ernst Walter Görisch, MdL Marianne Grosse, der Wormser OB Michael Kissel, MdL Kathrin Anklam-Trapp, MdB Michael Hartmann, MdL Jens Guth. Als weiterer Listenkandidat wurde Uwe Franz, SPD-Vorsitzender aus Worms-Pfeddersheim, mit absoluter Mehrheit gewählt.

In einer kämpferischen Rede stimmte der Osthofener SPD-Parlamentarier, der seit 1994 die Region im Deutschen Bundestag vertritt, die Genossen im Feiersaal der Realschule Osthofen auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. Vorrangig ging er dabei auf die Ursachen und Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ein. „Die Ideologie, dass der Markt alles von alleine regelt, ist gescheitert“, rief er den Delegierten zu. Gier und Zockerei hätten die Krise ausgelöst. Deshalb sei nun mehr denn je ein starker und handlungsfähiger Staat gefragt, der Regeln und Grenzen zugunsten des Gemeinwohls setzt. Zugleich hob er aber auch die bereits eingeleiteten politischen Schritte, die maßgeblich die Handschrift der Sozialdemokratie trügen, hervor.

 

„Gemeinsam packen wir es an“, betonte Hagemann unter dem Beifall der Delegierten. Im Fokus des 50 Milliarden Euro schweren zweiten Konjunkturpakets stehe, Beschäftigung und Arbeitsplätze zu sichern. In diesem Rahmen sollen vor allem auch die Kommunen bei Investitionen im Bildungsbereich und bei Infrastrukturmaßnahmen gefördert werden. Vor allem dürften aber die jüngeren Generationen später nicht von der Schuldenlast erdrückt werden, gab der SPD-Politiker zu bedenken. Deshalb müsse ein strenger Tilgungsplan konsequent verfolgt werden. Er richtete diese Worte ausdrücklich an eine Reihe anwesender ehemaliger und zukünftiger Praktikanten. Mehr als 700 Jugendliche aus allen Teilen des Wahlkreises hatten seit 1995 bereits die Möglichkeit, im Berliner Büro des Abgeordneten einen Blick hinter die Kulissen der großen Bundespolitik zu werfen.        

Hagemann freute sich, dass in den vergangenen Jahren auch eine „Sozialdemokratisierung der CDU stattgefunden habe“. So setze die Familienministerin im Bereich der Kinderbetreuung traditionelle Ideen der SPD um wie beispielsweise die Einführung des Elterngeldes oder der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab einem Jahr. Auch in der Umweltpolitik hätten sich sozialdemokratische Positionen wie der konsequente Ausbau der regenerativen Energien, inzwischen überall durchgesetzt. Und schließlich sei es der SPD zu verdanken gewesen, dass fundamentale Arbeitnehmerrechte wie die Mitbestimmung oder der Kündigungsschutz verteidigt und Mindestlöhne in einer Reihe von Branchen eingeführt wurden.

Und nicht zuletzt sei es auch in dieser Legislaturperiode erneut gelungen, etliche Millionen Euro an Bundesmitteln in die Region zu schleusen, die unter anderem in so wichtige Infrastruktur-Projekte wie in den Bau der neuen B 9-Ortsumgehung zwischen Guntersblum und Oppenheim oder das „Jahrhundertwerk“ der zweiten Wormser Rheinbrücke flossen. Aber auch Ganztagsschulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder Kulturdenkmäler konnten von Mitteln des Bundes profitieren.

Marco Sussmann

Veröffentlicht am 03.02.2009 von Peter Martens