Nestlé will kräftig in Osthofen investieren – MdB Hagemann freut sich über weitere Stabilisierung des Standorts

Nestlé will kräftig in Osthofen investieren – MdB Hagemann freut sich über weitere Stabilisierung des Standorts

OSTHOFEN Im großen Stil will Nestlé in seinen Osthofener Standort investieren und in den kommenden Jahren eine neue Technologie im Produktionsbereich einführen. Das erfuhr der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) bei einem Gespräch mit dem Werkleiter Albrecht Vallendar. Damit werde die mittel- und langfristige Zukunft des Unternehmens, des größten Arbeitgebers in Osthofen, gesichert, bestätigte der Werkleiter im Gespräch mit dem SPD-Bundespolitiker. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll dabei in das Osthofener Werk investiert werden, wo momentan 240 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Derzeit sei man in der Planungsphase für das Projekt, das einen Teilbereich der Produktion revolutionieren wird. Im kommenden Jahr soll, nach erfolgreicher Genehmigung, die Technologie dann umgesetzt werden, sodass derzeit mit einem Produktionsbeginn 2011 gerechnet werde, erläuterte Vallendar. Osthofen profitiere dabei vom Know-how des Nestlé-Konzerns. Die Investition bringe mit sich, dass auch an eine räumliche Erweiterung des Werkes gedacht wird. Bei allen Baumaßnahmen ist es Vallendar wichtig, dass eine ausreichende Pufferzone zwischen Werk und Wohnbebauung berücksichtigt wird.

Von der Wirtschaftskrise sei Nestlé zurzeit kaum betroffen, da es sich hier um relativ konjunkturunabhängige Produkte wie Nahrung für kranke und ältere Menschen handle. Ungeachtet dessen sei das produzierte Volumen in Osthofen dennoch zurückgegangen, was aber zu erwarten gewesen wäre. Der Hauptgrund hierfür lag unter anderem darin, dass durch den Verkauf von Novartis zu Nestlé ein Geschäftsbereich aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden musste. Dieser Rückgang im Volumen führte jedoch zur Freude Hagemanns  nicht zu Entlassungen beim Stammpersonal. „Trennen mussten wir uns jedoch leider von einigen Zeitarbeitnehmern“, sagte Personalleiter Frank Theloy.

Wichtige Themen Umwelt und Energie

Parallel zur Entwicklung der neuen Technologie laufe der „Nestlé-Integrationsprozess“ auf vollen Touren, so dass „wir bis Ende des Jahres die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zu einer Nestlé-Fabrik erreicht haben werden“, erklärte Vallendar. Sehr hohe Qualitätsstandards stünden beim Schweizer Konzern dabei an erster Stelle. Energie und Umwelt sind darüber hinaus zwei weitere wichtige Unternehmensthemen, die nachdrücklich vorangetrieben würden. Hagemann wies in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen finanziellen Fördermöglichkeiten durch die staatseigene KfW-Bank hin, durch die der Einsatz von regenerativen Energien oder die energetische Sanierung von Gebäuden unterstützt werde.

 

Bild: Nestlé Deutschland AG

Veröffentlicht am 25.02.2009 von Peter Martens