Landtagsabgeordnete zu Gast in der Wonnegauschule – „Ist die Abwrackprämie sinnvoll?“

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Landtagsabgeordnete zu Gast in der Wonnegauschule – „Ist die Abwrackprämie sinnvoll?“

OSTHOFEN Anschaulichen Sozialkundeunterricht gab es am Montag in der Wonnegausschule Osthofen durch die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Sie war der Einladung von Schulleiterin Waltraud Fahl gerne gefolgt und lud die Jugendlichen nach der Schulstunde sogar spontan zu einem Besuch in den Landtag Mainz ein.

Gut vorbereitet hatten sich die Schüler der 9. Klasse mit Lehrerin Julia Niekisch und stellten dementsprechend gezielte Fragen an die Politikerin, beispielsweise zu ihrem  beruflichen Werdegang,  wie man Landtagsabgeordnete wird oder was man tun muss, um gewählt zu werden.

 

Die Abgeordnete beschrieb den Wahlkampf in über 60 Städten und Gemeinden ihres Wahlkreises und schilderte ihre umfangreiche Arbeit. Sie erklärte auch, welche  Entscheidungen in den Kommunen, im Landtag,  Kreistag und Bundestag getroffen werden und wer für die Belange der Schulen zuständig ist. Die Schüler erfuhren auch, dass sich Kinder und Jugendliche mit Problemen direkt an die Politiker wenden können. „Seid  mutig, denn nur wenn sie eure Probleme kennen, können Lösungen gefunden werden“, so Anklam-Trapp. Bezug nehmend auf die Kommunalwahlen im Juni und die Bundestagswahl im September informierte sie die Jugendlichen über die demokratischen Parteien, zu denen die NPD nicht gehört.

 

Es kamen auch Fragen der Schüler zur Gefahr durch die Entsorgungen von Brennstäben aus Kernkraftwerken, zur Gletscherschmelze durch Erderwärmung und zur Umweltverschmutzung durch Abgase. Sehr interessiert waren die Schüler, als sie neben alternativen Energiequellen wie Wasser- und Windkraft oder Solaranlagen, von dem Auto der Zukunft erfuhren, das die Firma „Juwi“ in Wörrstadt vorstellte: Es wird mit Sonnenenergie anstatt mit Kraftstoff betrieben.

 

Behandelt wurde die Frage, ob die Abwrackprämie sinnvoll ist, ein Junge sprach die Problematik von „Opel“ an und ein Mädchen berichtete von den Ängsten ihrer Familie, weil der Vater von Arbeitslosigkeit bedroht ist.

 

Veröffentlicht am 20.03.2009 von Peter Martens


Mutige Führung für Deutschland – Keine Rückkehr zu alten Fehlern

BERLIN Deutschland braucht in der Krise mutige Führung – und Angela Merkel verweigert sich. In deutlichen Worten kritisieren Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering Blockaden und mangelnde Handlungsbereitschaft der Union. Kritik an der Blockade der Reform der Jobcenter durch die Union äußerte der SPD-Kanzlerkandidat in der Berliner Zeitung (Donnerstagsausgabe): „Das ist ein übles Spiel mit der Betreuung von Arbeitslosen und das mitten in der Krise.“

Man müsse den Beschäftigten in den Arbeitsagenturen in dieser Zeit den Rücken freihalten und nicht Unsicherheit schüren, mahnte Steinmeier. Franz Müntefering sprach im Interview mit der Financial Times Deutschland (Donnerstagsausgabe) von einem „unglaublichen Vorgang“ und einer „schweren Niederlage“ für Merkel.

Druck machen im Kampf gegen Steuerhinterzieher

Auch das Gesetz gegen Steuerflucht wird von der Union blockiert. Die SPD hat längst ein umfassendes Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte vorgelegt und fordert darin auch deutliche Schritte gegen Steuerhinterziehung. Steinmeier machte klar, die SPD werde „im Kampf gegen Steuerhinterzieher weiter Druck machen“. Müntefering kündigte an: „Sollte die Union da hinhaltend taktieren, gibt es Krach“. Jährlich muss Deutschland auf Steuereinnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe verzichten – Geld das dringend gebraucht wird. Wenn sich die Union auch hier verweigere, so Müntefering, „führen wir die Debatte darüber, dass die Union die Steuerhinterzieher schonen will“.

Keine Rückkehr zu alten Fehlern

Bei Angela Merkel sind keine Ideen und keine zukunftsweisenden Konzepte erkennbar. Sie zieht keine Konsequenzen aus der Krise. „Wer glaubt, diese Krise sei nur ein Betriebsunfall, der irrt gewaltig“, warnte der SPD-Kanzlerkandidat. Und auch Müntefering schloss eine „Rückkehr zur vermeintlich guten alten Zeit“ aus. Das Festhalten an „den alten Strukturen, die die Krise erst ermöglicht haben“, wäre eine „absolute Katastrophe“.

Kompass in der Krise – Bildung, Umwelt, Arbeit

Die SPD setzt auf einen handlungsfähigen Staat, der Zukunftsbranchen fördert, Bildung vorantreibt und die industrielle Basis Deutschlands erhält: „Gute Kindertagesstätten und Schulen, Straßen ohne Schlaglöcher und Sicherheit und Ordnung vor der Haustür gibt es nicht mit den niedrigsten Steuer der Welt. Punkt“, sagte Steinmeier mit Blick auf unseriöse Steuersenkungsversprechen der Union. Anders als Angela Merkel habe der SPD-Kanzlerkandidat „Kompass und weiß, was er will“, betonte Müntefering. „Das wird das Land nach der Kanzlerschaft Merkels umso dringender brauchen.“

Veröffentlicht am 19.03.2009 von Peter Martens