Azubis im Fleischerhandwerk gesucht – Sozialdemokraten bei Metzgerei Kratz/tägliche frische Erzeugnisse

Pressearchiv

Azubis im Fleischerhandwerk gesucht – Sozialdemokraten bei Metzgerei Kratz/tägliche frische Erzeugnisse

OSTHOFEN „95 Prozent unserer Produkte stellen wir selbst her“, so der Betriebsleiter der Metzgerei Kratz, Volker Kratz. Dabei legt der 32jährige Metzgermeister besonderen Wert darauf, dass täglich frisch produziert wird. Davon konnten sich nun die Mitglieder der SPD Osthofen während einer ihrer jährlichen Besichtigung von Osthofener Betrieben selbst überzeugen.

Nicht nur, dass die Verkaufsware täglich frisch hergestellt wird, sondern dass das Osthofener Familienunternehmen Schlachtungen von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall bezieht, erklärt Kratz seinen Besuchern. „Dadurch garantieren wir, dass wir insgesamt gesunde Fleisch- und Wurstprodukte unserer Kundschaft anbieten“.

 

Damit ging er ausführlich auf die Erzeugerrichtlinie ein: Das zu verarbeitende Fleisch ist ausschließlich aus der Region, ist frei von wachstumsfördernden Medikamenten und Antibiotika und wird direkt von der Erzeugergemeinschaft an den Metzgereifachbetrieb ausgeliefert. Ebenso legt die bäuerliche Gemeinschaft aus Schwäbisch Hall Wert darauf, dass keine gentechnisch veränderten Futtermitteln verwendet werden.

 

„Wir zahlen mehr als nur einen Mindestlohn“

 

Rund zehn festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt der Osthofener Metzgereibetrieb. Neben der täglichen Fleisch- und Wurstproduktion bietet das Haus Kratz auch einen Mittagstisch und einen Catering-Service an. Dabei werden alle Beschäftigten übertariflich entlohnt. „Wir sind ein Familienbetrieb, der erfolgreich arbeitet, dass soll auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ankommen“, erklärte Volker Kratz. „Ein ordentlicher Lohn ist zugleich Motivation für unsere Belegschaft und wirkt sich letztlich auch auf die Qualität unserer Produkte aus. Wir wir zahlen mehr als nur einen Mindestlohn.“

 

Auszubildende gesucht

 

„Wie schaut es mit Auszubildenden aus“, wollte SPD-Vorsitzender Alexander Ebert von Kratz wissen. „Wir sind Ausbildungsbetrieb für den Beruf des Fleischers und der Fleischereifachverkäuferin“, teilte der betriebsleitende Metzgermeister Volker Kratz den Sozialdemokraten mit. Er machte aber gleichzeitig keinen Hehl daraus, dass es schwierig sei, gute Schulabgänger zu finden, die sich auch für das Fleischerfach interessieren. „Fleischer oder Fleischereifachverkäuferin ist kein Beruf für dumme Leute, sondern da sollte man unteranderem auch in Mathematik fit sein“, so der Metzgermeister. „Einfach nur Wurst herstellen, damit ist es nicht getan.“

 

Um für das Fleischerhandwerk Werbung zu machen, wollte Kai Kronauer, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, Details zur Ausbildung wissen. „Die Ausbildung ist auf drei Jahre geregelt und erfolgt in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. Während der Ausbildung werden die gesetzlichen Vorgaben und Regelungen vermittelt, wie hergestellt werden darf und wie gelagert werden darf“, so Kratz. Die für die Fleisch- und Wurstproduktion geltenden Lebensmittelhygiene, aber auch die für die Produktion wichtige Qualitätskontrolle und die Zusammenstellung der Rezepturen für die einzelnen Fleisch- und Wurstwaren gehören ebenso in den Ausbildungsplan.

 

Wichtig ist auch die Freundlichkeit gegenüber dem Kunden, ergänzt der leitende Angestellte des Osthofener Familienbetriebes seine Auflistung. „Auch und gerade die Freundlichkeit, während der Beratung der Kundschaft tragen mit zum Erfolg eines jeden Familienbetriebs bei“, ist sich Volker Kratz sicher. „Und wenn ein Bewerber oder Praktikant bei uns den Montag überlebt, die sind für unser Handwerk die richtigen Kandidaten. Denn wir stellen montags unsere Blutwurst her“, meint Volker Kratz verschmitzt.

 

Alexander Ebert

Veröffentlicht am 31.03.2009 von Peter Martens


Bundestagsabgeordneter für vier Tage – „Jugend und Parlament 2009“

BERLIN/ALZEY-WORMS Einmal bei Gesetzen mit entscheiden, Politik aktiv gestalten und sich als Bundestagsabgeordneter fühlen, all das können Jugendliche beim Planspiel „Jugend und Parlament 2009“ vom 13. bis 16. Juni 2009 in Berlin erleben. Der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) lädt hierzu einen Jugendlichen/eine Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren aus dem Wahlkreis Worms-Alzey-Oppenheim nach Berlin ein.

An Originalschauplätzen, worunter auch der Plenarsaal im Reichtagsgebäude fällt, erhalten 308 Jugendliche bundesweit die Gelegenheit, den Weg der Gesetzgebung in Form eines realitätsnahen Rollenspiels zu erleben. Die Gruppe bildet einen „kleinen Bundestag“, wählt seine Repräsentanten, bildet Fraktionen und setzt verschiedene Ausschüsse ein. Jeder Jugendliche erhält dabei im Losverfahren die Rolle eines bestimmten Bundestagsabgeordneten und es wird ein kompletter Gesetzgebungsprozess simuliert. „Durch die Großsimulation erhalten junge Menschen einen realistischen Einblick in unsere parlamentarische Arbeit und unser demokratisches System“, betonte Hagemann.

Im Anschluss an das Planspiel bietet Hagemann dem oder der Jugendlichen für den Rest der Woche noch ein Praktikum im Berliner Bundestagsbüro an.  

Wer politisch interessiert ist und sich angesprochen fühlt, wendet sich mit einem kurzen Bewerbungsschreiben an das Wahlkreisbüro von Klaus Hagemann in der Bebelstraße 55a in 67549 Worms, E-Mail: klaus.hagemann@wk.bundestag.de

 

Meldeschluss ist der 24. April 2009. Bei mehr als einer Bewerbung entscheidet das Los. Die Fahrtkosten sowie die Kosten für die Unterbringung und die Verpflegung im Rahmen der Veranstaltung werden vom Deutschen Bundestag übernommen.

Veröffentlicht am 30.03.2009 von Peter Martens


Landtagsabgeordnete zu Gast in der Wonnegauschule – „Ist die Abwrackprämie sinnvoll?“

OSTHOFEN Anschaulichen Sozialkundeunterricht gab es am Montag in der Wonnegausschule Osthofen durch die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Sie war der Einladung von Schulleiterin Waltraud Fahl gerne gefolgt und lud die Jugendlichen nach der Schulstunde sogar spontan zu einem Besuch in den Landtag Mainz ein.

Gut vorbereitet hatten sich die Schüler der 9. Klasse mit Lehrerin Julia Niekisch und stellten dementsprechend gezielte Fragen an die Politikerin, beispielsweise zu ihrem  beruflichen Werdegang,  wie man Landtagsabgeordnete wird oder was man tun muss, um gewählt zu werden.

 

Die Abgeordnete beschrieb den Wahlkampf in über 60 Städten und Gemeinden ihres Wahlkreises und schilderte ihre umfangreiche Arbeit. Sie erklärte auch, welche  Entscheidungen in den Kommunen, im Landtag,  Kreistag und Bundestag getroffen werden und wer für die Belange der Schulen zuständig ist. Die Schüler erfuhren auch, dass sich Kinder und Jugendliche mit Problemen direkt an die Politiker wenden können. „Seid  mutig, denn nur wenn sie eure Probleme kennen, können Lösungen gefunden werden“, so Anklam-Trapp. Bezug nehmend auf die Kommunalwahlen im Juni und die Bundestagswahl im September informierte sie die Jugendlichen über die demokratischen Parteien, zu denen die NPD nicht gehört.

 

Es kamen auch Fragen der Schüler zur Gefahr durch die Entsorgungen von Brennstäben aus Kernkraftwerken, zur Gletscherschmelze durch Erderwärmung und zur Umweltverschmutzung durch Abgase. Sehr interessiert waren die Schüler, als sie neben alternativen Energiequellen wie Wasser- und Windkraft oder Solaranlagen, von dem Auto der Zukunft erfuhren, das die Firma „Juwi“ in Wörrstadt vorstellte: Es wird mit Sonnenenergie anstatt mit Kraftstoff betrieben.

 

Behandelt wurde die Frage, ob die Abwrackprämie sinnvoll ist, ein Junge sprach die Problematik von „Opel“ an und ein Mädchen berichtete von den Ängsten ihrer Familie, weil der Vater von Arbeitslosigkeit bedroht ist.

 

Veröffentlicht am 20.03.2009 von Peter Martens


Mutige Führung für Deutschland – Keine Rückkehr zu alten Fehlern

BERLIN Deutschland braucht in der Krise mutige Führung – und Angela Merkel verweigert sich. In deutlichen Worten kritisieren Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering Blockaden und mangelnde Handlungsbereitschaft der Union. Kritik an der Blockade der Reform der Jobcenter durch die Union äußerte der SPD-Kanzlerkandidat in der Berliner Zeitung (Donnerstagsausgabe): „Das ist ein übles Spiel mit der Betreuung von Arbeitslosen und das mitten in der Krise.“

Man müsse den Beschäftigten in den Arbeitsagenturen in dieser Zeit den Rücken freihalten und nicht Unsicherheit schüren, mahnte Steinmeier. Franz Müntefering sprach im Interview mit der Financial Times Deutschland (Donnerstagsausgabe) von einem „unglaublichen Vorgang“ und einer „schweren Niederlage“ für Merkel.

Druck machen im Kampf gegen Steuerhinterzieher

Auch das Gesetz gegen Steuerflucht wird von der Union blockiert. Die SPD hat längst ein umfassendes Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte vorgelegt und fordert darin auch deutliche Schritte gegen Steuerhinterziehung. Steinmeier machte klar, die SPD werde „im Kampf gegen Steuerhinterzieher weiter Druck machen“. Müntefering kündigte an: „Sollte die Union da hinhaltend taktieren, gibt es Krach“. Jährlich muss Deutschland auf Steuereinnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe verzichten – Geld das dringend gebraucht wird. Wenn sich die Union auch hier verweigere, so Müntefering, „führen wir die Debatte darüber, dass die Union die Steuerhinterzieher schonen will“.

Keine Rückkehr zu alten Fehlern

Bei Angela Merkel sind keine Ideen und keine zukunftsweisenden Konzepte erkennbar. Sie zieht keine Konsequenzen aus der Krise. „Wer glaubt, diese Krise sei nur ein Betriebsunfall, der irrt gewaltig“, warnte der SPD-Kanzlerkandidat. Und auch Müntefering schloss eine „Rückkehr zur vermeintlich guten alten Zeit“ aus. Das Festhalten an „den alten Strukturen, die die Krise erst ermöglicht haben“, wäre eine „absolute Katastrophe“.

Kompass in der Krise – Bildung, Umwelt, Arbeit

Die SPD setzt auf einen handlungsfähigen Staat, der Zukunftsbranchen fördert, Bildung vorantreibt und die industrielle Basis Deutschlands erhält: „Gute Kindertagesstätten und Schulen, Straßen ohne Schlaglöcher und Sicherheit und Ordnung vor der Haustür gibt es nicht mit den niedrigsten Steuer der Welt. Punkt“, sagte Steinmeier mit Blick auf unseriöse Steuersenkungsversprechen der Union. Anders als Angela Merkel habe der SPD-Kanzlerkandidat „Kompass und weiß, was er will“, betonte Müntefering. „Das wird das Land nach der Kanzlerschaft Merkels umso dringender brauchen.“

Veröffentlicht am 19.03.2009 von Peter Martens


Gedächtnis der Stadt sichern – Hagemann und SPD-Stadtratsfraktion diskutieren über Zukunft des Osthofener Stadtarchivs

OSTHOFEN „Das Osthofener Stadtarchiv ist ein ungeschmälertes und vollständiges Zeugnis der Stadtgeschichte und weitaus größer, als dies in anderen Gemeinden der Region der Fall ist“, war der Leiter des Wormser Stadtarchivs, Dr. Gerold Bönnen, begeistert. Anlässlich der 1225-Jahr-Feier der Stadt Osthofen hatte die SPD-Stadtratsfraktion zu einer öffentlichen Fraktionssitzung eingeladen, um über die Zukunft des Osthofener Archivs mit Fachleuten und Bürgern zu diskutieren. Dazu konnten Fraktionsvorsitzender Kai Kronauer und sein Stellvertreter, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Ebert, neben dem Wormser Archivdirektor den früheren Osthofener Bürgermeister und heutigen Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann, Walter Konrad als ehrenamtlichen Archivar sowie den Historiker Thomas Goller sowie weitere Mitglieder des Vorstandes Kulturnetzwerk Osthofen e.V. als Fachreferenten begrüßen.

„Osthofen ist nicht gleich Köln“, so Klaus Hagemann, der auf das Unglück des Archivgebäudes der Domstadt am Rhein aufmerksam machte. Auch wenn in Osthofen keine U-Bahn fahren werde, so sei es dennoch wichtig zu gewährleisten, dass das herausragende und wichtige Archivmaterial richtig gesichert und gelagert ist. Ebenso wollte Hagemann von Bönnen wissen, was das besondere am Archiv der Stadt Osthofen ist. „Schließlich handelt es sich hierbei um das Gedächtnis der Stadt, welches in die Zukunft fortgeschrieben wird“, so der SPD-Bundespolitiker.

 

Dazu konnte der Wormser Historiker Dr. Gerold Bönnen den Osthofenern bescheinigen, dass es sich um ein „ungewöhnliches und reichhaltiges Archiv“ handelt. Es sei durch die beiden Weltkriege hindurch nahezu gut erhalten geblieben. „Kriegszerstörung lässt sich für Osthofen nicht feststellen“, so Bönnen. Bemerkenswert sei auch, dass das Osthofener Stadtarchiv ein gut erhaltenes Vereinsarchiv besitzt.

 

Um die historischen Überlieferungen auch weiterhin für die nachfolgenden Generationen erhalten zu können, bedarf es jedoch einiger Maßnahmen. Bönnen bot für das Osthofener Stadtarchiv auch Hilfestellung an. Dazu zählte er beispielsweise Schulungen des ehrenamtlichen Personals und die weitere Erschließung des Archivmaterials auf. Die Erfassung mittels EDV oder eine Veröffentlichung im Internet sei ebenso möglich und notwendig. Auch sollten die Bürger das Archiv zukünftig nutzen können. Bönnen setzt jedoch dafür voraus, dass Benutzerregeln aufgestellt und damit auch der Datenschutz gewährleistet werden.

 

Der langjährig ehrenamtlich tätige Archivar und das Vorstandsmitglied des Kulturnetzwerk Osthofen e.V., Walter Konrad, ging für die interessierten Anwesenden auf die Geschichte des Stadtarchivs ein. Es werden hauptsächlich „31 laufende Meter“ an Akten, teilweise aus dem 15. Jahrhundert, aufbewahrt. In den 50iger Jahren sollte dann das Archiv nach Worms abgegeben werden, was jedoch der damalige Bürgermeister Albert Fischer erfolgreich verhindern konnte.

 

Weiteres historisches Material

 

Als weiteres historisches Material für die Stadt Osthofen bezeichnete Klaus Hagemann das Privatarchiv der Familie May-Weißheimer. Dazu konnte der Historiker Thomas Goller über seinen Vorfahren und früheren Osthofener Bürgermeister Johann Weißheimer berichten. Einst als zweiter gewählter Bürgermeister Osthofenes hat Weißheimer eine rund 3000 Seiten umfassende Chronik verfasst. „Damit hat er das geschichtliche Mittelalter Osthofens rekonstruiert und festgehalten“, so der Nachfahre Weißheimers. Im Rahmen seiner Examensarbeit hat Goller die handschriftlich verfasste Chronik, aber auch Kompositionen der Musiker Wendelin Weißheimer und Richard Wagner digitalisiert und das historische Geschichtsmaterial für die Nachwelt gesichert. Gollers Anliegen ist es, das gesamte Material in naher Zukunft zu publizieren. Der Bundestagsabgeordnete Hagemann sicherte ihm hierfür bei der Suche nach Sponsoren seine Unterstützung zu. Einer Meinung waren Fachleute darüber, dass das Archiv für die Zukunft weiterhin erhalten bleiben muss.

 

Wichtiges Kulturnetzwerk

Rund 40.000 Euro habe das Kulturnetzwerk Osthofen allein an Spendengeldern investiert, um das Wingerthäusschen „Leckzapfen“ zu restaurieren. Dazu erhielten die Verantwortlichen von der Landesdenkmalpflege einen Zuschuss über 10.000 Euro. Als weitere Projekte nennt Thomas Goller die Phasenkartierung Osthofens. „Das ist für unsere Region einmalig und zugleich exemplarisch. Selbst die Stadt Worms verfügt nicht über dieses Kartierungsverfahren ihrer Geschichte“, stellen die Historiker fest. „So etwas finden sie weit und breit nicht. Geradezu sensationell“, zeigt sich der Wormser Archivdirektor Bönnen darüber begeistert.

 

Bild: Über die Zukunft des Osthofener Archivs diskutierten der Osthofener Archivar Walter Konrad, SPD-Fraktionsvorsitzender Kai Kronauer, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Ebert, MdB Klaus Hagemann, der Leiter des Wormser Stadtarchivs, Dr. Gerold Bönnen sowie Dr. Herbert Goller vom Osthofener Kulturnetzwerk mit Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer öffentlichen Fraktionssitzung.

 

Alexander Ebert

Veröffentlicht am 18.03.2009 von Peter Martens


« Ältere Einträge