Mehr Kita-Plätze für die Jüngsten – AWO-Bundesvorsitzender besucht AWO-Kitas in Osthofen

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Mehr Kita-Plätze für die Jüngsten – AWO-Bundesvorsitzender besucht AWO-Kitas in Osthofen

OSTHOFEN Hoher Besuch war jüngst zu Gast in den beiden Osthofener Kindergärten der Arbeiterwohlfahrt (AWO): Gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der AWO, Wilhelm Schmidt aus Salzgitter, besuchten der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD), der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses Alzey-Worms ist, sowie AWO-Kreisvorstandsmitglied Alexander Ebert, die Einrichtungen „Zauberstein“ in der Neißestraße und „Rappelkiste“ in der Weichselstraße.

Der jüngste Bedarfsplan für Kindertagesstätten des Landkreises Alzey-Worms habe für Osthofen ermittelt, dass es in der Wein- und Sektstadt Handlungsbedarf beim Ausbau von weiteren Plätzen für Kinder unter 3 Jahren gibt, informierte Hagemann. Daneben kritisierten Erzieher zunehmend die veränderten Anforderungen und gestiegenen Belastungen in ihrer täglichen Arbeit. Vor allem hinsichtlich des ab 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem ersten Geburtstag müsse personell sowie räumlich noch einiges aufgestockt und ausgebaut werden, befand Schmidt.

Schmidt lobte, dass der Bund sich dabei mit insgesamt vier Milliarden Euro für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung finanziell beteilige. Er begrüßte auch, dass die AWO in Osthofen gleich zwei Einrichtungen als Träger übernommen habe und der Verantwortung, früheste Betreuung und Bildung bestmöglich zu fördern, gerecht werde. Und auch angesichts des absehbaren Erziehermangels will die AWO künftig mehr ausbilden. In der Kita „Zauberstein“ stünden derzeit noch einige Dreijährige auf der Warteliste, berichtete Kita-Leiterin Monika Schäfer. Momentan gebe es drei Regelgruppen, wobei für eine Gruppe die Umwandlung in eine geöffnete Regelgruppe (mit der Aufnahme von sechs 2-jährigen) ab Sommer beantragt wurde.

Im Kinderhort dagegen seien von den 20 Plätzen für die Betreuung von Schulkindern bis zwölf Jahre zurzeit 15 belegt, wobei im Laufe des Jahres sich diese Plätze zusehends füllten, erläuterte Schäfer. Hagemann wies darauf hin, dass sich im Landkreis Alzey-Worms die Zahl der genehmigten Plätze in den Kindertagesstätten für Kinder unter 3 Jahren seit 2004 von 137 auf inzwischen über 600 mehr als vervierfacht habe. Dennoch seien noch weitere Anstrengungen notwendig, um den steigenden Bedarf junger Familien an Krippen- und Kindertagesstättenplätzen zu decken.

Der AWO-Bundesvorsitzende hob die Rolle der Kitas als „Frühwarnsysteme“ hervor, die zunehmend auf Vernachlässigung oder ähnliche negativen familiären Entwicklungen reagieren müssten. Insgesamt müssten sich die Eltern viel stärker engagieren bei der Erziehung ihrer Kinder und im Austausch mit der Kita, befand die Elternvertreterin in der Kita „Zauberstein“, Gabi Göhring.

 

Sponsoren für Mittagessen gesucht

 

Katja Vatter, die kommissarische Leiterin der „Rappelkiste“, wies auf ein anderes, nicht weniger drängendes, Problem hin. Sie stelle immer wieder fest, dass Kinder nicht am gemeinsamen Mittagessen teilnähmen, da es Eltern gäbe, denen hierzu das Geld fehle. Die Kita suche deshalb jetzt Sponsoren, die für das Mittagessen einzelner Kinder aufkommen könnten. Hier müsse dringend etwas unternommen werden, waren sich Schmidt, Hagemann und Ebert einig. Jedem Kind aus bedürftigem Elternhaus müsse eine warme Mahlzeit garantiert werden. Eine gute Versorgung der Kinder dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. In Schulen habe man auf Antrag der SPD in Osthofen wie auch in Worms bereits erreicht, dass öffentliche Mittel hierfür bereitgestellt werden.

 

 

Veröffentlicht am 26.05.2009 von Peter Martens


Bundestag vergibt USA-Stipendien – Klaus Hagemann ruft zu Bewerbung auf/Alzeyer ausgewählt

BERLIN/ALZEY Auch im Sommer 2010 haben Schülerinnen und Schüler oder junge Berufstätige wieder die Chance, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages für ein Jahr in die USA zu reisen. Diese Möglichkeit eröffnet das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP), auf das der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) jetzt hinweist. Die Bewerbungsfrist beginnt ab sofort und endet am 4. September 2009. Für das aktuelle Programm hat der SPD-Bundespolitiker den 16-jährigen Alzeyer Felix Störtländer ausgewählt, der zurzeit die Realschule im Gustav Heinemann-Schulzentrum besucht. Er wird in diesem Sommer nach Übersee starten.

In den USA wohnen die deutschen Jugendlichen in Gastfamilien. Schüler besuchen die High School, junge Berufstätige ein College, an das sich ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb anschließt. Bewerben können sich Schüler, die bis zur Ausreise am 31. Juli 2010 mindestens 15 Jahre und höchstens 17 Jahre alt sind. Junge Berufstätige müssen bis zu diesem Zeitpunkt ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und dürfen dann höchstens 24 Jahre alt sein. Geleisteter Grundwehrdienst oder Zivildienst sowie ein geleistetes freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr erhöhen die obere Altersgrenze entsprechend. Im Rahmen des Stipendiums werden vom Deutschen Bundestag die Flug- und Reisekosten, die Aufwendungen für das Programm und das Vorbereitungsseminar, sowie für die Versicherungen übernommen.

 

Nähere Informationen in Form eines Faltblattes inklusive der Bewerbungskarte können kostenlos bestellt werden in Klaus Hagemanns Wahlkreisbüro, Bebelstr. 55a, 67549 Worms, Telefon 06241-305249 oder per E-Mail an: klaus.hagemann@wk.bundestag.de

 

Präsidentenwahl und Wirtschaftskrise

 

Eine historische Phase, geprägt von der Wirtschaftskrise und der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten, erlebt der Wormser Daniel Renkel in den USA, der momentan als Vorgänger von Störtländer noch in den USA ist. Renkel berichtet, dass die Krise auch „seine“ Stadt und seine Gastfamilie getroffen habe. „Einige Geschäfte haben Insolvenz anmelden müssen und die lokale Bank ringt mit Problemen, was natürlich direkte Auswirkungen auf die Leute hat, die Kredite und Hypotheken bei dieser Bank haben“, schrieb der Schüler an Hagemann. Auch seine Schule habe mit Budgetkürzungen zu kämpfen.

 

Höchst spannend war für Renkel der US-Präsidentschaftswahlkampf, auch wenn es manchmal etwas zu „lästig“ wurde, wenn an manchen Tagen gleich drei bis vier Wahlhelfer anriefen, um für den eigenen Kandidaten zu werben. Ansonsten ist der Wormser begeistert über die vielfältigen Schulsport-Angebote an seiner High-School. Und bei einer Reihe von Ausflügen nach Orlando, Minnesota, Chicago oder Las Vegas hat Renkel schon einiges von den USA kennengelernt.

Veröffentlicht am 19.05.2009 von Peter Martens


Erste landesweite Online-Befragung der Europakandidaten – Spitzenkandidatin Jutta Steinruck bloggt bis 30. Mai

RHEINLAND-PFALZ Die Rhein-Zeitung hat die vier aussichtsreichen Kandidaten zum Europaparlament aus Rheinland-Pfalz eingeladen, bis zum 30. Mai per Blog allen Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Die SPD-Europakandidaten Jutta Steinruck und Norbert Neuser beteiligen sich an der vierzehntägigen Online-Befragung der Rhein-Zeitung.

Jutta Steinruck und Norbert Neuser begrüßen diese innovative Idee und laden die rheinland-pfälzischen Wählerinnen und Wähler ein, das Forum zu nutzen. Erstmals seitdem es europäische Direktwahlen gibt, stellen sich hier die Kandidatinnen und Kandidaten von SPD und CDU einer landesweiten, zweiwöchigen und bürgeroffenen Befragung.

Die SPD-Kandidaten werden täglich, jeweils abends nach ihren Wahlkampfveranstaltungen, auf die eingehenden Fragen antworten.

Das Leserforum ist im Internet zu erreichen und http://rhein-zeitung.de/forum 

Veröffentlicht am 18.05.2009 von Peter Martens


Neue Ausschreibung für Müll – Werkausschuss hat getagt

ALZEY Die Mitglieder des Werksausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) haben am Montag in ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, die Vergabe der Müllabfuhr für den Landkreis neu auszuschreiben.

In den zurückliegenden Wochen hatte es erhebliche Differenzen über die Neuausschreibung der Müllabfuhr gegeben, weil Beigeordneter Walter Klippel (FWG) die Einsammlung mit Seitenladern ausgeschlossen hatte, ohne den Werksausschuss zu informieren.

 

Weitere Ungereimtheiten im Anfallwirtschaftsbetrieb hatten dazu geführt, dass Landrat Ernst Walter Görisch selbst die Leitung des Dezernates übernahm und Walter Klippel ablöste. Das bisherige Auftragspaket ist gestoppt, es wird neu ausgeschrieben.

 

Die Werksausschusssitzung wurde von Görisch selbst geleitet. Im Vorfeld hatte der Landrat bereits deutlich gemacht, dass er ein Gesamtpaket schnüren will, das auch die Rücknahme der vorzeitigen Vertragskündigung gegenüber der Firma Müll-Hinkel vorsieht und bei der Neuausschreibung auch die Einsammlung mittels Seitenladern berücksichtigt.

 

Im Einzelnen hat der Werksausschuss eine systemoffene und differenzierte Ausschreibung beschlossen. Die Submission hierzu soll im Herbst 2009 sein. Der noch bestehende Abfuhrvertrag durch die Firma Hinkel wird in vollem Umfang bis Dezember 2010 erfüllt. Die Angebotsöffnung der Ausschreibung zum Einsammeln von Papier, Pappe und Kartonagen erfolgt am 26. Mai.

 

Problemabfälle, Sperrmüll, Restabfälle und die grüne Tonne sollen in einer differenzierten Ausschreibung erfolgen, den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot. Bei der Hausmüllabfuhr ist die Einsammlung mit Seitenladern zugelassen. Die Einsammelunternehmen müssen beschädigte Mülltonnen ersetzen und Verunreinigungen auf den Straßen nach Leerung der Tonnen beseitigen. Für die Müllumladung nach Ludwigshafen dürfen dem Kreis keine zusätzlichen Kosten entstehen.

 

Im Vorfeld der Sitzung hatte sich Landrat Ernst Walter Görisch die Zustimmung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) zum Weiterbetrieb der Umladestation auf der Deponie bis Ende 2010 geholt.

 

Von Armin Burkart (Allgemeine Zeitung)

Veröffentlicht am 17.05.2009 von Peter Martens


20 Jahre Mauerfall – 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland – Zeitzeugen zu Erzählcafé in Alzey

ALZEY Am 23. Mai 2009 wird die Bundesrepublik Deutschland 60 Jahre alt und der Mauerfall jährt sich in diesem Jahr sich zum 20. Mal. Dies sind die Themen eines Erzählcafés im Museum der Stadt Alzey. Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann (SPD) lädt zu der Veranstaltung mit MdB Gunter Weißgerber und Hansjochem Schrader, früherer Landrat des Landkreises Alzey-Worms, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

Der Bundestagsabgeordnete Weißgerber ist in der DDR aufgewachsen und war 1989 eines der Gründungsmitglieder der SPD in Leipzig. Er war einer der Initiatoren und Redner der berühmten Leipziger Montagsdemonstrationen, die entscheidend zum Niedergang des SED-Regimes beigetragen haben. Zudem war er Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR.

 

Aufgrund dieser Erfahrungen ist er in der Lage, über die historischen Geschehnisse, die in den Jahren 1989 und 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands bewirkt haben und die weiteren Entwicklungen des vereinigten Deutschlands beeinflusst haben, als aktiver Zeitzeuge aus erster Hand zu berichten.

„Besonders in diesem Jahr sollten wir uns an die historischen Geschehnisse vor 60 und vor 20 Jahren erinnern und uns bewusst machen, dass unsere Demokratie nicht selbstverständlich ist“, betonte Klaus Hagemann.

Carina Schwarz/Marco Sussmann

Veröffentlicht am von Peter Martens


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