Jugendprojekt in Osthofen muss weitergeführt werden – SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam- Trapp setzt sich für weitere Fördergelder ein

Jugendprojekt in Osthofen muss weitergeführt werden – SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam- Trapp setzt sich für weitere Fördergelder ein

OSTHOFEN Auch nach der Schließung des Landesdurchgangswohnheims (LDH) in Osthofen ist das Projekt „Jugendarbeit mit Aussiedlerinnen und Aussiedlern und offene Jugendarbeit in Osthofen“ in Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB) von großer Bedeutung. Zu Fragen der Weiterführung des bis 2011 ausgelegten Projektes trafen sich Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp und Bürgermeister Bernd Müller (beide SPD) mit Vertretern des IB zu einem Gesprächsaustausch vor Ort im ehemaligen LDH.

Müller sieht einen großen Nachsorgebedarf für jugendliche Bewohner des LDH. „Vor der Auflösung lebten hier jährlich 350 Spätaussiedler mit einer Verweildauer von rund drei Jahren. Viele Jugendliche sind nach der Schließung in Osthofen geblieben und die Integration ist bei den meisten noch lange nicht abgeschlossen“, so Müller. Zum anderen sei die  Betreuung junger Migranten wichtig.

 

Müller bedankt sich bei diesem Gespräch ausdrücklich beim Land Rheinland-Pfalz, das diese Migrationsarbeit mit Jugendlichen in Osthofen fördert. Er hofft, dass bei einem Bedarf nach 2011 das Land sich weiterhin engagiert.

 

„Das Projekt darf nicht abrupt aufhören“, unterstrich auch Klaus Wagner vom IB. Seit Jahren führt der IB in Zusammenarbeit mit der Stadt Osthofen das  Projekt für Jugendliche, das vom Land gefördert wird, im vergangenen Jahr mit 10.000 Euro.

 

Kathrin Anklam-Trapp will sich in ihrer Funktion als Sozialpolitikerin und Mitglied der Enquete-Kommission Integration und Migration für eine Förderung des Landes um weitere drei Jahre einsetzen. Ein entsprechender Brief an Doris Ahnen, Ministerin für Bildung und Jugend,  sei  bereits geschrieben. 

 

Mit dem „Jugendtreff“ des IB in Osthofen sollen auch ausländische und deutsche Jugendliche zusammengeführt werden. Integration bedeutet hier die Überwindung von Sprachbarrieren und auch von Vorurteilen. Jahrelange Erfahrung in der Jugendarbeit Osthofen hat Sozialpädagogin Valentina Eremenko vom IB. Durch ihre russischen Sprachkenntnisse kann sie jugendliche Spätaussiedler besser erreichen und ist Ansprechpartnerin bei Problemen.

 

Derzeit  findet Integration durch die Teilnahme beim Rheinradeln und Beteiligung am Kunstwettbewerb „1225 Jahre Kulturvielfalt in Osthofen“ statt. Weitere Schwerpunkte der Arbeit von Eremenko sind Jugend- und Familienberatung, Hausaufgabenhilfe für Kinder und Jugendliche und spezifische Mädchenprojekte.

Veröffentlicht am 06.05.2009 von Peter Martens