Neue Ausschreibung für Müll – Werkausschuss hat getagt

Neue Ausschreibung für Müll – Werkausschuss hat getagt

ALZEY Die Mitglieder des Werksausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) haben am Montag in ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, die Vergabe der Müllabfuhr für den Landkreis neu auszuschreiben.

In den zurückliegenden Wochen hatte es erhebliche Differenzen über die Neuausschreibung der Müllabfuhr gegeben, weil Beigeordneter Walter Klippel (FWG) die Einsammlung mit Seitenladern ausgeschlossen hatte, ohne den Werksausschuss zu informieren.

 

Weitere Ungereimtheiten im Anfallwirtschaftsbetrieb hatten dazu geführt, dass Landrat Ernst Walter Görisch selbst die Leitung des Dezernates übernahm und Walter Klippel ablöste. Das bisherige Auftragspaket ist gestoppt, es wird neu ausgeschrieben.

 

Die Werksausschusssitzung wurde von Görisch selbst geleitet. Im Vorfeld hatte der Landrat bereits deutlich gemacht, dass er ein Gesamtpaket schnüren will, das auch die Rücknahme der vorzeitigen Vertragskündigung gegenüber der Firma Müll-Hinkel vorsieht und bei der Neuausschreibung auch die Einsammlung mittels Seitenladern berücksichtigt.

 

Im Einzelnen hat der Werksausschuss eine systemoffene und differenzierte Ausschreibung beschlossen. Die Submission hierzu soll im Herbst 2009 sein. Der noch bestehende Abfuhrvertrag durch die Firma Hinkel wird in vollem Umfang bis Dezember 2010 erfüllt. Die Angebotsöffnung der Ausschreibung zum Einsammeln von Papier, Pappe und Kartonagen erfolgt am 26. Mai.

 

Problemabfälle, Sperrmüll, Restabfälle und die grüne Tonne sollen in einer differenzierten Ausschreibung erfolgen, den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot. Bei der Hausmüllabfuhr ist die Einsammlung mit Seitenladern zugelassen. Die Einsammelunternehmen müssen beschädigte Mülltonnen ersetzen und Verunreinigungen auf den Straßen nach Leerung der Tonnen beseitigen. Für die Müllumladung nach Ludwigshafen dürfen dem Kreis keine zusätzlichen Kosten entstehen.

 

Im Vorfeld der Sitzung hatte sich Landrat Ernst Walter Görisch die Zustimmung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) zum Weiterbetrieb der Umladestation auf der Deponie bis Ende 2010 geholt.

 

Von Armin Burkart (Allgemeine Zeitung)

Veröffentlicht am 17.05.2009 von Peter Martens