Unterrichtsversorgung sichern mit Hilfe von PES – Tatsächlicher Unterrichtsausfall bei 2,66 Prozent an PES-Schulen

Unterrichtsversorgung sichern mit Hilfe von PES – Tatsächlicher Unterrichtsausfall bei 2,66 Prozent an PES-Schulen

MAINZ/RHEINHESSEN „Unterrichtsausfall, bedingt durch eine plötzlich auftretende Krankheit des Lehrers, wird wohl nicht vollkommen zu vermeiden sein“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. „Nicht akzeptabel ist allerdings dauerhafter Unterrichtsausfall.“ Schulen haben die Möglichkeit, qualifizierte PES (Projekt Erweiterte Selbstständigkeit) Lehrkräfte zu beschäftigen und damit den temporären Unterrichtsausfall weitgehend zu vermeiden.

Da ihr die Unterrichtsversorgung sehr wichtig ist, vor allem in ihrem Wahlkreis, richtete Anklam-Trapp eine entsprechende Anfrage an das Ministerium für Bildung.

 

Nach den statistischen Daten für das Schuljahr 2008/2009 für die nicht an PES teilnehmenden Schulen ist im Vergleich zu früheren Erhebungen ein leicht verbesserter Wert festzustellen. Er liegt aber immer noch bei durchschnitt­lich drei Prozent des planmäßig zu erteilenden Unterrichts, der durch Erkrankungen, Fort­bildungen oder anderen Gründen ausgefallen ist. Die PES-Schulen hatten im ersten Schulhalbjahr 2008/2009 einen tatsächlich verblei­benden temporären Unterrichtsausfall von 2,66 Prozent.

 

Erfreuliche statistische Zahlen liegen für die Stadt Osthofen vor. In der Wonnegauschule mit Förderschwerpunkt Lernen konnte durch Beschäftigung externer Lehrkräfte (PES) und Mehrarbeit der temporäre Unterrichtsausfall, der 11,68 % betragen hätte, auf 1,91 % reduziert werden. Die Grund- und Hauptschule Goldbergschule konnte den Unterrichtsausfall von 6,98 % vollkommen vermeiden (0%), die Realschule Osthofen reduzierte von 8,0 % auf 0,05%.  

 

Auch die Schulen in Eich haben gute Zahlen vorzuweisen. So reduzierte die Grundschule Eich den temporären Unterrichtsausfall von 8,01% auf 0,24%, die Regionale Schule Eich von 11,08% auf 0,95%. 

 

In Monsheim konnte die Heinrich-von-Gagern Grundschule den potentiellen Unterrichtsausfall von 3,83% auf erfreuliche Null Prozent ausgleichen, während die Gustav-Heinemann-Hauptschule in Flörsheim-Dalsheim bei 2,17% (von 4,53%) lag.

 

Erfreuliche statistische Zahlen liegen auch für die Landskronschule mit Förderschwerpunkt Lernen in Oppenheim vor. Durch Beschäftigung externer Lehrkräfte (PES) und Mehrarbeit konnte der temporäre Unterrichtsausfall, der 5,56 % betragen hätte, nicht nur vermieden, sondern sogar auf ein statistisches Plus (-0,53%) gebracht werden.

 

Die Regionale Schule Oppenheim konnte von 7,55% auf 1,47% reduzieren. In der Matthäus-Merian Hauptschule wurde der temporäre Unterrichtsausfall von 9,97% zwar verringert, liegt aber noch bei 3,55%.

 

Den schlechtesten Wert hatte das St. Katharinen Gymnasium, das von 8,61% nur auf 4,15% verbessern konnte. Dagegen konnte die Grund- und Hauptschule Dolgesheim-Guntersblum den temporären

Unterrichtsausfall von 4,83% auf 0,10% reduzieren, wie auch die Grundschule Nierstein mit 0,37% (von 14,16%). Die Carl-Zuckmayer Realschule mit 9,25% potentiellem Unterrichtsausfall liegt noch bei 2,15%.

Veröffentlicht am 17.07.2009 von Peter Martens