Mit dem Einzelhandel im Gespräch – „Verkehrsraumgestaltung im Interesse aller Beteiligten“

Mit dem Einzelhandel im Gespräch – „Verkehrsraumgestaltung im Interesse aller Beteiligten“

OSTHOFEN Auch nach der Kommunalwahl bleibt die Osthofener SPD dem Einzelhandel verbunden. So kamen die Sozialdemokraten jüngst bei Optik Bischoff zu einem Gespräch mit den Inhabern Hans und Birgit Bischoff zusammen. Der SPD-Vorsitzende Alexander Ebert begrüßte die spontane Bereitschaft des Ehepaars, mit den örtlichen Kommunalpolitikern in einen Meinungsaustausch zu treten. „Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, für die Osthofener Unternehmer mit den Politikern ins Gespräch zu kommen“, stellt Ebert dabei fest. „Deshalb gehen wir auf die Einzelhändler zu, damit die Hemmschwelle fällt und das funktioniert auch ganz gut“, merkt der Sozialdemokrat an.

„Und gerade weil eine gewissen Hemmschwelle vorhanden zu sein scheint, ist es uns besonders wichtig, dass der Kontakt zur Politik hergestellt wird. Wir sehen uns in der Rolle der Vermittler, um evtl. Probleme oder Verbesserungsmöglichkeiten anzusprechen“, erklärt der Vorsitzende der SPD im Stadtrat, Kai Kronauer. „Der berühmte Schuh drückt immer mal und wir stellen dann auch fest, dass gerade die Problematik mit den Parkplätzen in unmittelbarer Geschäftsnähe ein Thema des Einzelhandels ist“, so Kronauer.

 

Die SPD ist nach der Kommunalwahl daran interessiert, dass in den nächsten fünf Jahren eine Verkehrsraumgestaltung auf den Weg gebracht wird. „In der gemeinsam mit der FWG beschlossenen Fortführung der punktuellen Zusammenarbeit, ist dies ein erklärtes Ziel“, so Alexander Ebert, der unteranderem die weitere Zusammenarbeit am Verhandlungstisch beschlossen hat. „Einfach und damit zufriedenstellend ist die derzeitige Situation nicht“, gestehen Kronauer und Ebert ein. Denn „mehrfach haben wir versucht, eine optimale Lösung für die Beteiligten, Kraftfahrzeuge, Fußgängern oder Zweiradfahrern, zu finden und hatten hierzu auch bereits etliche Beratungen im Verkehrsausschuss. Nun ist die Unterführung in der Hauptstraße im Bau und da wollen wir in den nächsten fünf Jahren zusehen, dass wir allen Verkehrsteilnehmern, Fußgängern, Zweiradfahrern und Kfz-Lenkern gerecht werden“, so Ebert und Kronauer einstimmig.

 

„Osthofen bleibt auch mit der Unterführung ein guter Standort“

 

Das erhoffen sich auch Hans und Birgit Bischoff von der Politik. Die Optikerfamilie wünscht sich insbesondere nach dem Bauende der Unterführung in der Hauptstraße, dass der Einzelhandel auch mit einer vernünftigen Gestaltung des Verkehrsraumes aufgewertet werden kann. Bereits mit der Vollsperrung in der Hauptstraße mussten zwangsläufig Veränderungen angestellt werden, damit der Verkehr nicht ins Stocken gerät und dennoch für den Einzelhandel soweit als möglich attraktiv bleibt.

 

„Seit über zwanzig Jahren sind wir nun in Osthofen“, berichtet Hans Bischoff. Der Kreis seiner Kundschaft zieht sich weit über Osthofen hinaus: „Wir sind nahezu im gesamten Wonnegau bekannt“, gesteht er. Aktuelle Trends, Kontaktlinsen, Sonnenbrillen, Pflegemittel und andere optische Geräte, bieten das Ehepaar mit insgesamt vier weiteren Mitarbeiterinnen an. Trotz der aktuellen Wirtschaftskrise, sehen beide für sich Osthofen als guten Standort an, der es auch nach der Fertigstellung der Unterführung bleiben wird. Die Kundschaft kommt nicht nur aus Osthofen, sondern aus der gesamten Region Wonnegau, dem Altrheingebiet und zu Teilen auch aus den Wormser Stadtteilen Herrnsheim, Rheindürkheim oder Ibersheim nach Osthofen, um sich die Brille richten oder sich eine Neue machen zu lassen.

 

Der Familie Bischoff ist es wichtig, gerade in der jetzigen Zeit auch dafür zu sorgen, dass die von ihnen angebotenen Arbeitsplätze erhalten bleiben. „Deshalb haben wir unsere bisherige Auszubildende nach ihrer erfolgreich bestandenen Prüfung übernommen“, freuen sich die Bischoffs. „Auch wenn sich das Ausbilden im Augenoptikerhandwerk nicht wirklich lohnt“, gesteht Hans Bischoff, „es ist sehr zeitaufwendig, denn die Azubis erhalten nicht mehr unbedingt alle fachlichen Kenntnisse in der Berufsschule vermittelt.“ Doch denkt der Meister im Augenoptiker insgesamt positiv auf die zu Ende gegangene Lehrzeit, „wir haben hier ein Stück Zukunft mit auf den Weg gebracht haben.“

 

Alexander Ebert

Veröffentlicht am 05.08.2009 von Peter Martens