SPD Osthofen begrüßt Ausweisung einer Mischgebietsfläche – Erster Schritt zur Umsetzung des Wahlprogramms/LDW-Gelände sinnvoll beplanen

SPD Osthofen begrüßt Ausweisung einer Mischgebietsfläche – Erster Schritt zur Umsetzung des Wahlprogramms/LDW-Gelände sinnvoll beplanen

OSTHOFEN Die SPD begrüßt die einstimmige Entscheidung des Osthofener Stadtrates, im Bebauungsplan „Südost“ die Fläche des ehemaligen Landesdurchgangswohnheimes (LDW) als sogenannte „Mischgebietsfläche“ auszuweisen. „Damit sind wir einen ersten Punkt unseres Wahlprogramms angegangen“, kommentiert Osthofens SPD-Chef und stellvertretender Fraktionsvorsitzende Alexander Ebert die Abstimmung im Rat der Stadt.

„Mit der Entscheidung, den Bebauungsplan zu ändern, machen wir möglichen interessierten Investoren das Gelände schmackhaft. Nur so besteht die Möglichkeit, das Gelände sinnvoll zu beplanen, damit es ansprechend in das Stadtbild integriert werden kann“, so Ebert. Auf dem Gelände soll nach Willen der SPD-Verantwortlichen eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen entstehen. „Das Gelände soll aber so entwickelt werden, dass es bei den Anrainern nicht zu unvertretbaren Belästigungen kommt“, so der SPD-Vorsitzende.

 

Als Vision schweben den Osthofener Sozialdemokraten vor, am Standort des ehemaligen LDW unteranderem ein Mehrgenerationenhaus einzurichten. Dies ist nach Ansicht der Genossen, bei der Größe des Geländes möglich. „Mit dieser Form der Begegnungsstätte haben Menschen verschiedener Altersgruppen die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen und von dem Können und Wissen des jeweils anderen zu profitieren“, erklärt Ebert den Gedanken seiner Mitstreiter.

 

Gute Gründe für diesen Weg nennt Fraktionsvorsitzender Kai Kronauer: „Der Demografische Wandel ist zwischenzeitlich für jedermann ein Begriff. Es ist nicht mehr wie früher selbstverständlich, dass Familien unter einem Dach leben. Waren die Großeltern einst fester Bestandteil der Familie, leben Ältere Menschen immer mehr und mehr alleine.“ Ziel der Sozialdemokraten in Osthofen ist es, diese Entwicklung gar nicht erst aufkommen zu lassen. Kronauer weiter: „Wir wollen mit dieser Möglichkeit des Miteinanders neue Wege gehen. Jede Art der modernen Wohn- und Lebensmöglichkeiten für Jung und Alt wollen wir in unserer Stadt unterstützen.“

 

Die SPD will bei der Umsetzung auf die Erfahrungen bereits bestehender Mehrgenerationenhäuser zurückgreifen. „Auf dem Gelände kann damit eine Dienstleistungsdrehscheibe entstehen, die von allen Generationen in Anspruch genommen werden wird“, ist sich Kronauer sicher.

 

Bereits mehr als 500 solcher Begegnungsstätten wurden schon in ganz Deutschland errichtet. Zwei Fünftel der bestehenden Häuser wurden mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

Alexander Ebert

 

Veröffentlicht am 20.09.2009 von Peter Martens