Wertvolle Arbeit ausreichend entlohnen – SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp hält Festrede zum Jubiläum der Evangelischen Sozialstation Osthofen

Wertvolle Arbeit ausreichend entlohnen – SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp hält Festrede zum Jubiläum der Evangelischen Sozialstation Osthofen

Vor 30 Jahren hatte die Evangelische Sozialstation Osthofen ihre Anfänge in einem Keller genommen, berichtete Vorstandsvorsitzender Pfarrer Volker Hudel beim Jubiläumsfest. Inzwischen ist sie zu einem mittelständigen Unternehmen geworden, das durch die Erweiterung der Angebote und Steigerung der Qualität (2008 Zertifizierung mit dem Diakoniesiegel) kontinuierlich expandieren konnte. In dem großen Einzugsgebiet mit über 45.000 Einwohnern liegen die täglichen Einsätze der examinierten Pflegefachkräfte und des hauswirtschaftlichen Dienstes derzeit bei 280 pro Tag. „Und das Volumen wird aufgrund des demografischen Wandels noch weiter wachsen“, betonte der Pfarrer.

Das Fest zum 30-jährigen Bestehen auf dem Gelände des „Hauses der Diakonie“ war mit einem Tag der offenen Tür verbunden, bei dem sich die Einrichtung mit ihren Angeboten präsentierte.

 

Hochachtung für die geleistete Arbeit zollte die SPD- Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam- Trapp dem Pflegedienstleiter Dirk Kröhle und seinem Team, das zahlreiche Senioren und Hilfsbedürftige in ihrer häuslichen Umgebung versorgt. Sie wolle sich als Politikerin dafür einzusetzen, dass diese anspruchsvolle Arbeit entsprechend entlohnt wird.

Rückblickend erinnerte sie an die Anfänge der Sozialstation, wo Gemeindeschwestern den Dienst am Nächsten verrichteten. Durch die immer älter werdende Gesellschaft gewinne die ehrenamtliche Betreuung in Form von Krankenbesuchen bis zur Hospizhilfe wieder mehr an Bedeutung. Ein besonderes Anliegen sei es ihr, die Finanzierung der „Palliative Care“ zu sichern, die seit Juni des Jahres unheilbar Kranke und Sterbende betreut. „Für die Zukunft wünsche ich mir präventive Hausbesuche als Regelleistung der Krankenkassen, bei denen die Alltagskompetenz von Bedürftigen gestärkt und frühzeitig festgestellt wird, wo Hilfe nötig wird“, sagte sie.

 

Als Jubiläumsgeschenk lud sie gemeinsam mit MdL Thomas Günther das Team der Sozialstation in den Mainzer Landtag ein. Glückwünsche brachte nach dem Festgottesdienst von Pfarrer Udo Arndt, der vom Gospelchor „Magic Voices“ aus Eich und dem Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Osthofen umrahmt wurde, Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau. Er wünsche sich mehr Nachwuchskräfte in der Sozialstation, ohne die der ambulante Pflegedienst nicht mehr denkbar sei, sagte er. Lobesworte sprach der Kreisbeigeordnete Klaus Mehring und Bürgermeister Bernd Müller betonte: „Eine Gesellschaft muss sich am Wohl der Schwachen messen lassen.“ Deshalb sollte auch das Gespräch und der zwischenmenschliche Kontakt mit den Hilfebedürftigen höher bewertet werden.

 

Beim anschließenden Unterhaltungsprogramm erfreuten „Die Wonnegeier“ mit Mundartliedern. Weiterhin gab es eine pfiffige Tanzshow und eine Brandschutzvorführung der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen.

 

Veröffentlicht am 12.10.2009 von Peter Martens