Hundert Jahre alte Platane ist gerettet – Ausschüsse der Stadt Osthofen geben Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat zur Planungsänderung

Hundert Jahre alte Platane ist gerettet – Ausschüsse der Stadt Osthofen geben Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat zur Planungsänderung

Am heutigen Abend haben in einer gemeinsamen Sitzung der Umweltausschuss sowie der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung der Stadt Osthofen für den Erhalt einer hundert Jahre alten Platane auf dem Bahnhofsvorplatz gestimmt. Im Rahmen der Neugestaltung des Vorplatzes und der derzeitigen Bauphase der Unterführung in der Hauptstraße sollte der stattliche Baum zu Gunsten des Busverkehrs zum Opfer fallen.

Ortsvereinsvorsitzender Alexander Ebert ist über die getroffene Entscheidung erleichtert: „Die SPD Osthofen begrüßt den einstimmig gefassten Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat, dass diese weitere großgewachsene Platane erhalten bleibt. Nicht nur, dass sich die Bäume insgesamt in das Bild des nun fast fertiggestellten Vorplatzes wunderbar integrieren, sondern solche stattlichen und dazu gesunden Schattenspender lassen sich in der Region nur noch selten finden“. Nicht nur vom ökologischen und umweltpolitischen Gesichtspunkt betrachtet, wäre es nach Meinung des SPD-Politikers eine grausame Tat, den Baum für einen gut funktionierenden Buswendeplatz zu opfern. „Und wie die nun vorgelegte neue Planungsvariante 4 zeigt, ist es möglich, beides unter einen Hut zu bringen“, freut sich Ebert.

 

Dazu haben die Osthofener Sozialdemokraten bereits Anfang des Monats vor Ort die Situation in Augenschein genommen. „Die Teilnehmer waren sich dabei einig, dass der geplante Buswendeplatz anders beplant werden muss und haben dies in die Verwaltung getragen“, berichtet Ebert von der Ortsbegehung.

 

„Der Einsatz für die Platane hat sich gelohnt“, freut sich auch Bürgermeister Bernd Müller. Er hat den zuständigen Architekten beauftragt, in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine neue Planungsvariante vorzulegen, die vorsieht, dass Baum und ein funktionierender Buswendeplatz erhalten bzw. realisiert werden kann. „Dafür werden wir auch etwas mehr Geld ausgeben müssen“, meint der Stadtchef. „Um aber einen hundert Jahre alten Baum erhalten zu können, ist es keine Mehrausgabe.“

 

Alexander Ebert

Veröffentlicht am 21.11.2009 von Peter Martens