Über 94 Prozent für Sigmar Gabriel – Zum Parteivorsitzenden gewählt

Über 94 Prozent für Sigmar Gabriel – Zum Parteivorsitzenden gewählt

Sigmar Gabriel ist neuer Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Mit über 94 Prozent wählten ihn die Delegierten des SPD-Bundesparteitages in Dresden an die Spitze der Partei. Vier Stellvertreter und ein EU-Beauftragter stehen ihm zur Seite. Und Andrea Nahles, die zur neuen Generalsekretärin gewählt wurde.

Nach seiner mitreißenden Rede sprachen die Delegierten des SPD-Parteitags Sigmar Gabriel eindrucksvoll das Vertrauen aus. Von 501 gültigen Stimmen erhielt der Niedersachse 472 Ja-Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 94,2 Prozent.

 

Gewählt wurden auch Andrea Nahles zur neuen Generalsekretärin sowie Hannelore Kraft, Olaf Scholz, Manuela Schwesig und Klaus Wowereit zu stellvertretenden Parteivorsitzenden. Barbara Hendricks wurde als Schatzmeisterin bestätigt.

Nahles für Bündnisse in die Gesellschaft

Andrea Nahles warb zuvor für eine organisatorische Neuausrichtung der SPD. „Wir müssen renovieren. Wir müssen umbauen, nicht nur die Fassade des Hauses neu streichen“. Dafür müsse man aber das organisatorische Leben in der Partei erneuern und Bündnisse in die Gesellschaft knüpfen: Nahles appellierte an die Gewerkschaften, sich beim Kampf um gerechte Löhne oder Mitbestimmung auf die gemeinsame Wertegemeinschaft zu besinnen. Nur so könne die Deutungshoheit in Deutschland für linke Politik erkämpft werden. Verbündete dafür würde die SPD auch bei den Kirchen und anderen Institutionen finden. Mit 69,6 Prozent wurde Nahles anschließend zur neuen Generalsekretärin gewählt.

 

Hannelore Kraft erhielt 90,2 Prozent Zustimmung, Olaf Scholz 85,7 Prozent, Manuela Schwesig wählten 87,8 Prozent und Klaus Wowereit 89,6 Prozent. Neu ist das Amt des Beauftragten des SPD-Parteivorstandes für die Europäische Union. Martin Schulz hat dafür 83,6 Prozent Zustimmung bekommen. Bestätigt im Amt der Schatzmeisterin wurde mit 90,2 Prozent Barbara Hendricks.

Veröffentlicht am 13.11.2009 von Peter Martens