Wer hat an der Uhr gedreht? – Winterzeit – eine Stunde mehr Schlaf

Pressearchiv

Wer hat an der Uhr gedreht? – Winterzeit – eine Stunde mehr Schlaf

Uhren umstellen – am Wochenende gilt’s. Im Vorfeld herrscht bei manch einem wie jedes Jahr Verwirrung. Wann wird die Uhr vor-, wann zurückgestellt?

„Spring forward – fall back“: Die englische Eselsbrücke („spring“ = Frühling, „fall“ = Herbst) ist an Einfachheit nicht zu überbieten, wenn man sie sich merken kann. Auf Deutsch ist es etwas komplizierter: Im Frühling werden die Gartenmöbel vor das Haus gestellt, im Winter wandern sie nach hinten in den Schuppen.

 

Im Sommer verlieren wir also eine Stunde Schlaf: Statt 2 Uhr nachts ist es plötzlich schon 3 Uhr. Das hat Auswirkungen: In den ersten Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit beklagen manche Menschen Zustände wie bei einem Jetlag. Wenn im Herbst die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird, ist es abends früher dunkel, morgens aber auch früher hell: 18 Uhr Sommerzeit wird zu 17 Uhr Winterzeit, 8 Uhr MESZ zu 7 Uhr MEZ.

 

Länger schlafen können aber nur Menschen ohne Kinder und Haustiere. Vor allem der Nachwuchs schert sich nämlich nicht um die Zeitumstellung, wenn er hungrig ist oder die Windel voll hat.

 

Also nicht vergessen: Am Sonntag wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt!

Veröffentlicht am 29.10.2010 von Peter Martens


Kommunal- und Verwaltungsreform ist Thema – Osthofener Sozialdemokraten gehen zwei Tage in Klausur

Am kommenden Wochenende (30. und 31. Oktober 2010) treffen sich Stadtratsfraktion und Vorstand der SPD Osthofen zu einer zwei tägigen Klausur im Tagungshaus des CJD in Kirchheimbolanden. In diesem Jahr stehen wichtige Punkte, wie der Haushalt 2011, die Stadtentwicklung und die Kommunal- und Verwaltungsreform (KVR) an.

„Der wichtigste Punkt der Klausurtagung wird die anstehende Kommunal- und Verwaltungsreform sein“, so der Vorsitzende des Ortsvereins Alexander Ebert. „ Es wird die bedeutendste Entscheidung sein, die der Stadtrat in naher Zukunft treffen wird“. Nach Auffassung der SPD kann es nur eine Lösung geben, die auf lange Sicht bestand hat und keiner parteipolitischen Betrachtung unterliegt. „Die KVR ist uns Sozialdemokraten wichtig. Wir wollen eine leistungsfähige Verwaltung aufstellen, die sich über Jahrzehnte bewähren soll. Das ist in einem Zusammenschluss mit den Verbandsgemeinden Eich und Westhofen gut möglich. Einstimmig konnte das auch der Stadtrat im Juni dieses Jahres beschließen. Wollten wir parteipolitisch handeln, dann hätten wir eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Eich längst beschlossen. Eine Mehrheit hierfür haben wir“, erklärt Ebert.

 

„Gemeinsam, in einem starken Verbund, die Zukunft zu gestalten“, gibt Kai Kronauer als Vorsitzender der Stadtratsfraktion den Arbeitstitel für dieses Thema vor. Neben der Verwaltungsreform wird ein weiterer wichtiger Punkt die Stadtentwicklung sein. In den vergangenen Jahren war und ist die SPD Osthofen in diesem Punkt die treibende Kraft. „Bestes Beispiel in der positiven Entwicklung unserer Stadt ist der Bahnhof mit seinem Umfeld und die unmittelbar bevorstehende Fertigstellung der Bahnunterführung in der Hauptstraße“, ist sich Kronauer sicher. „Auch die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und den Ausbau des Schulstandortes Osthofen mit Mitteln des Konjunkturpakets II tragen ganz entscheidend zu einer positiven Fortentwicklung unserer Stadt bei“, so der Fraktionschef abschließend.

 

Alexander Ebert

 

Veröffentlicht am 23.10.2010 von Peter Martens


11 Millionen Euro für Integrierte Gesamtschule in Osthofen – Hagemann freut sich über Zuschüsse

Die Goldbergschule in Osthofen wird zurzeit völlig auf den Kopf gestellt. Wände und Decken werden gedämmt, Fenster ausgetauscht und Fassaden saniert. Mit dem Bau der neuen Mensa werden die Maßnahmen noch etwa drei bis vier Jahre andauern. Bis Ende 2011 ist die Schule energetischen Sanierungen abgeschlossen sein, die mit fast 2,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II mitfinanziert wurden. Insgesamt werden 11 Millionen Euro in die IGS fließen. Um sich vor Ort über die Mittelverwendung aus dem Konjunkturpaket II in Osthofen und im Landkreis Alzey-Worms zu informieren, trafen sich Bundestagsabgeordneter (SPD) Klaus Hagemann sowie die beiden Kreisbeigeordneten Gerhard Seebald und Klaus Mehring mit Architekt Thomas Horn und Schulleiter Thomas Maar an der Goldbergschule in Osthofen.

Aus dem Investitionsprogramm von Bund und Land flossen insgesamt 15,6 Millionen Euro in 47 Projekte im Landkreis. Hauptsächlich Schulen und Kindergärten konnten mit dem Geld energetisch saniert werden. Die Maßnahmen verbessern die Energieeffizienz, reduzierten den CO2-Ausstoß, entlasteten die Umwelt und modernisierten die Region. Diese Investitionskosten machen sich in wenigen Jahren durch die eingesparten Energiekosten bezahlt, betonte MdB Hagemann. Architekt Horn bestätigte, dass in Osthofen etwa 40-50 Prozent Energieeinsparung zu erwarten ist. „An erster Stelle stand beim Konjunkturpaket II, mit den Maßnahmen Beschäftigung und Arbeitsplätze in unserer Region insbesondere im Mittelstand zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln. Und das haben wir erreicht“, freute sich Hagemann. „Das Konjunkturpaket II war aufgrund der zeitlichen Beschränkung bis Ende 2010 für die Kreisverwaltung eine große Herausforderung. Aber ohne dieses Programm hätten die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen im Kreis noch auf Jahre aufgeschoben werden müssen. Also alles in allem ein großer Erfolg“, betonte Beigeordneter Seebald.

 

Ab 2014 Abitur in Osthofen möglich

 

 

Die erheblichen Maßnahmen an der Realschule in Osthofen sind auch hinsichtlich der Umgestaltung als IGS beziehungsweise Realschule Plus notwendig. Dazu gehören neue Chemie- und Physikräume, Aufenthaltsräume für die Ganztagsschüler, Aufzüge und eine umfangreiche Bibliothek. Besonders freut es Schulleiter Thomas Maar, dass das schuleigene Schwimmbad mit Hilfe der Kreisverwaltung erhalten bleibt um den Kindern einen qualifizierten Schwimmunterricht bieten zu können. Die fünften und sechsten Klassen werden an der Gesamtschule bereits als IGS geführt und ab der siebten Klasse noch als Realschule Plus. Ab dem Schuljahr 2014/15 wird die gymnasiale Oberstufe eingeführt. Dann wird es möglich sein, in Osthofen das Abitur abzulegen.

 

Veröffentlicht am 21.10.2010 von Peter Martens


„Eine außergewöhnliche Persönlichkeit“ – Loki Schmidt stirbt im Alter von 91 Jahren

Zum Tode von Loki Schmidt erklären der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck:

„Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Loki Schmidt. Die Nachricht von ihrem Tod bewegt uns alle sehr.

 

Loki Schmidt war eine außergewöhnliche, eigenständige Persönlichkeit. Als Gattin des Bundeskanzlers Helmut Schmidt hat sie mit ihrer unangestrengten Noblesse die Herzen der Menschen im In- und Ausland gewonnen. Als leidenschaftliche Naturschützerin hat sie sich bleibende Verdienste um den Erhalt unserer Umwelt erworben. Vielen in unserem Land wurde sie wegen ihrer liebenswürdigen, menschlichen Art und ihrer beeindruckenden Haltung Vorbild.

 

Wir denken mit Dankbarkeit an eine überzeugte Sozialdemokratin, die sich mit ihrer Arbeit und  ihrem unverwechselbarem Stil um unser Land verdient gemacht hat. Wir sind in diesen Stunden mit unseren Herzen und Gedanken bei ihrem Ehemann Helmut Schmidt und ihrer Tochter Susanne Schmidt.“

 

Kurt Beck: „Eine Frau voller Umsicht und Menschlichkeit“

 

„Loki Schmidt war eine Frau voller Umsicht und Menschlichkeit und verfügte über ein großes Gerechtigkeitsempfinden. Sie war längst nicht nur die Ehefrau des früheren Bundeskanzlers, sondern genoss ebenso selbst höchstes Ansehen. Das Mitgefühl der Menschen von Rheinland-Pfalz gilt Helmut Schmidt und seiner Tochter“, so reagierte Ministerpräsident Kurt Beck heute auf die Nachricht vom Tod der 91-jährigen Loki Schmidt. Loki Schmidt habe stets durch ein natürliches Selbstbewusst-sein und Geradlinigkeit beeindruckt.

 

„Ich behalte unsere Begegnungen in angenehmster Erinnerung. Sie gehört zu den Frauen, die ohne eigenes Amt durch ihr lebenslanges, beständiges, diszipliniertes und soziales Wirken unvergessen bleiben werden“, sagte Ministerpräsident Beck.

Veröffentlicht am von Peter Martens


Seehofers Blick nach rechts – Gabriel: Union setzt falsche Impulse

Horst Seehofer will Menschen aus einzelnen Kulturkreisen die Zuwanderung nach Deutschland verwehren. Statt die Integrationspolitik konstruktiv voranzubringen, glaubt der bayerische Ministerpräsident, durch das Schüren von Ressentiments wieder mehr Wähler binden zu können.

Wenn Horst Seehofer sich mal wieder ins Gespräch bringen will, pflegt er für gewöhnlich gezielte Querschüsse gegen die eigene Bundesregierung zu setzen. Oder er vollzieht spektakuläre politische 180-Grad-Wendungen. Nun fischt der bayerische Ministerpräsident für die Schlagzeile auch am rechten Rand: Im Interview mit dem Magazin „Focus“ sagte er unter anderem: „Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun. Daraus ziehe ich auf jeden Fall den Schluss, dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen.“

 

Keine Zuwanderung also aus anderen Kulturkreisen: Applaus gibt es dafür bereits von Erika Steinbach. Und die Bundeskanzlerin glaubt, der Chef ihrer Schwesterpartei sei falsch verstanden worden. Er habe nur über Fachkräftezuzug gesprochen. 

 

Dabei geht es Seehofer tatsächlich um mehr als nur Aufmerksamkeit. Mit wohl dosiertem Rechtspopulismus versucht er, seine schwächelnde CSU wieder zu stärken – und vor allem eine neue Protestpartei rechts von der Union zu verhindern. „Da wird keine Partei entstehen“, sagte er etwa Mitte September auf dem „Tag der Heimat“ der Vertriebenen in Berlin. „Wir haben sie in der Nachkriegsgeschichte verhindert und werden sie auch weiterhin verhindern.“ Dazu müssten aber drängende Probleme wie die Integration von Ausländern gelöst werden.

 

Gabriel: Union setzt falsche Impulse

 

Scharfe Kritik an Seehofers Spiel mit Ressentiments kommt von der SPD. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bezeichnete es als „pharisäerhaft“, wenn die CSU nun erkläre, dass der Fachkräftemangel zuallererst mit der Qualifizierung der eigenen Bevölkerung gelöst werden müsse. „Dann darf die CDU, CSU und FDP nicht ausgerechnet zwei Milliarden Euro in der Qualifikation von Langzeitarbeitslosen einsparen“, sagte er am Montag nach einer SPD-Präsidiumssitzung in Stuttgart.

 

Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, müsse viel mehr in Ganztagsschulen und mehr Kindertagesstätten in sozialen Brennpunkten investiert werden. Dabei müsse man sich vor allem um die 70.000 Schüler kümmern, die ohne Abschluss die Schule verlassen. „Wir brauchen nicht ein Bildungspäckchen für Kinder von Hartz-IV-Empfängern, wir brauchen ein richtig dickes Bildungspaket.“

 

Gabriel warf Seehofer zudem vor, mit der Forderung nach einem Betreuungsgeld falsche Impulse zu setzen. „Als erstes muss die CSU mal ihre bekloppte Forderung – ich kann das nicht anders nennen – zurücknehmen, über eine Milliarde Euro dafür ausgeben zu wollen, dass Eltern ihre Kinder nicht in den Kindergarten bringen.“

 

Wowereit: „Merkel muss Farbe bekennen“

 

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit forderte Angela Merkel auf, „ihre Haltung deutlich zu machen und Farbe zu bekennen. Es stimmt fassungslos, dass die Bundeskanzlerin heute keinen Dissens mit CSU-Chef Seehofer sieht. Noch am Wochenende hat sie beim Besuch des türkischen Ministerpräsidenten die Notwendigkeit der Integration aller Zuwanderer betont“, erinnerte Wowereit.

Veröffentlicht am 15.10.2010 von Peter Martens


« Ältere Einträge