Eindeutig für Dreierbündnis – Klare Mehrheit in Osthofen befürwortet Fusion mit VG Eich und VG Westhofen

Eindeutig für Dreierbündnis – Klare Mehrheit in Osthofen befürwortet Fusion mit VG Eich und VG Westhofen

Das Ergebnis der Bürgerbefragung […] wird der Stadtrat am Montag, 7. Februar, wohl noch diskutieren, bevor er einen Beschluss fasst, Bürgermeister Bernd Müller (SPD) zu beauftragen, konkrete Gespräche mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Eich und Westhofen aufzunehmen. Für Müller ist das Resultat an sich schon jetzt ein klarer Auftrag.

„Bisher gab es nur den Stadtratsbeschluss, eine Dreierfusion anzustreben, nun aber haben wir auch den Rückhalt aus der Bevölkerung“, steht für den Stadtchef fest. Er werde nun umgehend das Gespräch mit beiden Partnern suchen und sie fragen, wie sie zur Dreierfusion stehen. „Dann müssen die eine klare Ansage machen“, erwartet der Osthofener Bürgermeister. Und er erwartet auch, „dass uns angeboten wird, den Verwaltungssitz der neuen VG nach Osthofen zu legen. Etwas anderes kommt nicht infrage“, erneuerte er seine Überzeugung, dass Osthofen von Größe und Infrastruktur her einzig als Sitz der Hauptverwaltung in Betracht kommt. Die Deutlichkeit des Ergebnisses und die hohe Beteiligung haben Bernd Müller im Übrigen überrascht. Und nicht nur ihn.

 

„Wir haben mit der Zustimmung zum Dreierbündnis gerechnet, aber nicht mit dieser Größenordnung, was aber umso erfreulicher ist“, kommentierte der Osthofener SPD-Vorsitzende Alexander Ebert das Ergebnis. Auch die Beteiligung spreche „eine eindeutige Sprache“, das Resultat sei somit repräsentativ. Die Seriosität der Auszählung sei in Osthofen im Übrigen nie ein Thema gewesen, sagte er. Wie in der WZ berichtet, hatte es jüngst im VG-Rat Guntersblum erbitterte Streitereien und gegenseitige Anfeindungen gegeben, nachdem die dortige SPD-Fraktion den Antrag gestellt hatte, die Auszählung müsse öffentlich stattfinden, da sonst die Gefahr der Manipulation bestehe. „Über so was hat bei uns keiner gesprochen, von keiner Seite aus“, berichtete Ebert. Zurück zur Osthofener Befragung, erklärte der SPD-Vorsitzende, er gehe fest davon aus, dass Bürgermeister Bernd Müller am Montag den Auftrag für Gespräche bekommen werde.

Davon geht auch FWG-Fraktionssprecher Klaus Mehring ohne Zweifel aus. „Die Gespräche müssen nun aber auch sehr zügig in Gang kommen, denn die Zeit bis zur Bürgermeisterwahl drängt“, bestätigte er die Linie des Stadtchefs. Auf das Resultat der Bürgerbefragung in der VG Westhofen am 27. März könne Osthofen jedenfalls nicht warten, ist Mehring überzeugt und spricht sich daher dafür aus, zunächst mit der VG Eich allein zu verhandeln, wenn Westhofen sich in Sachen Dreierbündnis zurückhaltend zeige. Die hohe Beteiligung wertet der FWG-Sprecher übrigens dafür, „dass das Thema in der Bevölkerung auf großes Interesse stößt und die Bürger bewegt.“

 

Auch CDU-Fraktionssprecher Hans-Peter Knierim sieht nun die Notwendigkeit, schnellstens Gespräche mit beiden Partnern anzustreben, die auf eine Dreierfusion abzielen. Mit seiner Schätzung, er rechne mit etwa 70 Prozent Ja-Stimmen, lag er kürzlich gegenüber der WZ ziemlich dicht dran. Und der CDU-Mann sieht auch, dass Osthofen unter Zeitdruck steht. „Wenn Westhofen sich aber ziert und erst die eigene Befragung abwarten will, was absolut legitim wäre, weiß ich auch nicht, wie es weitergehen soll“, meinte er. Hauptkritikpunkt der CDU-Fraktion bleibt im Übrigen, dass nur eine einzige Frage gestellt worden war. „Wer Nein angekreuzt hat, hatte keine weitere Option“, begründet Hans-Peter Knierim.

 

Für Stadtchef Bernd Müller bleibt es aber dabei: Zum Dreierbündnis gibt es keine Alternative. Denn: „Nach Ende der Freiwilligkeitsphase wird es auch Kreisveränderungen geben“, ist er überzeugt. An den Rändern der Landkreise seien unbedingt Nivellierungen notwendig, das habe die bisherige Entwicklung deutlich gezeigt, allein schon deshalb, um die Zahl möglicher Fusionskonstellationen zu erhöhen. „Und dann ist ein starkes Dreierbündnis von großem Vorteil“, ist Bernd Müller sicher. . Kommentar

 

Quelle: Wormser Zeitung (02.02.2011 – OSTHOFEN)

Veröffentlicht am 05.02.2011 von Peter Martens