Kronauer wirft Hut in den Ring – Osthofener SPD schlägt Fraktionschef einstimmig als Kandidat vor

Kronauer wirft Hut in den Ring – Osthofener SPD schlägt Fraktionschef einstimmig als Kandidat vor

Es ist zwar bis zum vorraussichtlichen Wahltermin im Oktober und bis zur Verabschiedung des Gesetzes zur Kommunalreform, das auch darüber entscheidet, ob Osthofen einen ehrenamtlichen Bürgermeister bekommt oder noch einmal einen hauptamtlichen, noch lange hin. Die Osthofener Sozialdemokraten haben bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstagabend aber schon jetzt ihren Kandidaten vorgeschlagen. Einstimmig votierten die Genossen dafür, dass Kai Kronauer, seit 1999 SPD-Stadtratsmitglied und seit 2006 Fraktionschef, nominiert werden soll, wenn drei Monate vor dem Wahltermin die Bürgermeisterstelle ausgeschrieben wird.

Mit Bürgern früh ins Gespräch kommen

 

„Wir haben uns deshalb so früh entschieden, weil wir davon ausgehen, dass Osthofen dieses Jahr auf jeden Fall fusionieren und deshalb ein ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt wird“, erklärte der 34-jährige Finanzwirt im Gespräch mit der WZ. Vor allem aber wolle er, dass die Bürger in Osthofen so früh wie möglich Bescheid wüssten über den SPD-Kandidaten und er so mehr Zeit habe, persönlich mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. „Das ist mir sehr wichtig, denn ich möchte gerne gemeinsam mit den Menschen etwas für Osthofen erreichen“, sagt er. Und das ist eine ganze Menge, wie er während der Versammlung in seiner Bewerbungsrede vortrug. Die Entwicklung des Schill-Geländes etwa, die Brache des einstigen Wander-Geländes am Bahnhof neu nutzen, die ärztliche Versorgung sichern oder auch, das Ehrenamt in den Verein zu stärken.

 

Er traue sich das Bürgermeisteramt in jedem Falle zu und trage sich auch schon seit längerem mit dem Gedanken, es zu versuchen, wenn die Amtszeit von Bernd Müller endet. „Und falls es aus irgendeinem Grund mit der Fusion nicht so laufen sollte, wie wir uns das wünschen, wäre ich auch bereit, mich bis 2014 als hauptamtlicher Bürgermeister zur Verfügung zu stellen“, erklärte Kronauer.

 

Der SPD-Vorstand habe im Dezember letzten Jahres erfahren, dass Kai Kronauer als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stehen werde, Gerüchte habe es aber schon länger gegeben, berichtete der Osthofener SPD-Vorsitzende Alexander Ebert. Er hält ihn für eine gute Wahl. „Es wurde in der Partei durchweg positiv aufgenommen, zudem ist er noch jung, in Osthofen gut bekannt und volksnah“, sagte Ebert.

 

Quelle: Wormser Zeitung (05.02.2011 – OSTHOFEN)

Veröffentlicht am 05.02.2011 von Peter Martens