Projektplaner stellt ersten Entwurf vor – Friedrich-Ebert-Straße: Osthofener Bürger nehmen Angebot der SPD an öffentlicher Fraktionssitzung an

Projektplaner stellt ersten Entwurf vor – Friedrich-Ebert-Straße: Osthofener Bürger nehmen Angebot der SPD an öffentlicher Fraktionssitzung an

Der erste Planentwurf für „verkehrslenkende Maßnahmen“ in der Friedrich-Ebert-Straße (FES) war Thema einer öffentlichen Fraktionssitzung, zu der Fraktionsvorsitzender Kai Kronauer im vollbesetzten Ratssaal die zahlreich anwesenden Osthofener Bürgerinnen und Bürger begrüßte. Vor dem Hintergrund der nun fast fertiggestellten Bahnunterführung war es dem Sozialdemokraten wichtig, den ersten Planentwurf der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu lud Kronauer den von der Stadt Osthofen beauftragten Projektplaner, Dipl.-Ing. Klaus Freudl vom Planungsbüro „von Mörner + Jünger“ zur öffentlichen Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion ein.

„Für die SPD Fraktion ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an bei diesem Projekt beteiligt werden. Wir alle wollen in der FES mehr Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Das wird nur in einem breiten Konsens möglich“, ist sich Kronauer sicher. „Dieser Konsens und damit auch die Akzeptanz der möglichen Veränderungen ist nur dann erreichbar, wenn alle Beteiligten, wie Fußgänger, Radfahrer, PKW-, LKW- und Landwirtschaftlicher Verkehr, an einem Tisch sitzen und sich über Planungsmöglichkeiten informieren und evtl. selbst Ideen mit einbringen.“

 

Dazu stellte Dipl.-Ing. Freudl zunächst seine erste Planungsvariante vor, die zeigt, wie schwierig sich eine Neugestaltung der Osthofener Hauptstraße erweist. Insgesamt zeigten sich jedoch die anwesenden Osthofenerinnen und Osthofener begeistert über die möglichen Veränderungen „ihrer“ Friedrich-Ebert-Straße.

 

In einer durchaus sehr lebhaft geführten Diskussion kamen dabei auch Kritikpunkte auf: „Ist es zum Beispiel notwendig, an dem ein oder anderen Straßenabschnitt oder Einmündungsbereich eine sogenannte Aufpflasterung vorzunehmen und sei dies nicht mit zu hohen Kosten verbunden?“, fragte ein betroffener Anwohner und Inhaber eines Einzelhandelsgeschäfts. Auch monierten einige betroffene Anwohner die teilweise verschmälerte Straßenbreite, und dass diese möglicher Weise zu Problemen führt, wenn sich zum Beispiel Bus und LKW begegnen. Auch stand ein Planungsvorschlag in der Kritik, der eine Lichtsignalanlage im Mündungsbereich Friedrich-Ebert-Straße / Carlo-Mierendorff-Straße vorsieht.

 

Projektplaner Freudl konnte die verschiedenen Kritikpunkte jedoch entkräften und zeigt mit seinem engagierten Vortrag sehr anschaulich, dass einiges für die Verkehrsraumgestaltung möglich ist, „wenn man das will“, so Freudl. Bürgermeister Müller machte gleichzeitig deutlich, dass „es sich hierbei um einen ersten Entwurf handelt, den wir mit dem zuständigen Straßenbaulastträger, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), abstimmen und auf seine Machbarkeit hin prüfen lassen müssen.“ Müller macht dabei den Bürgerinnen und Bürgern deutlich, dass ohne das Land in Vertretung des LBM keine Veränderungen machbar sind.

 

„Die öffentliche Fraktionssitzung zeigt, wie wichtig Kritik und Diskussion sind. Sie sind auch richtig, damit wir eine Lösung hinbekommen, die den Verkehrsteilnehmern, aber auch den Anwohnern und dem Einzelhandel gleichermaßen gerecht werden“, macht Stadtratsmitglied und SPD Ortsvereinsvorsitzender Alexander Ebert im Anschluss an die Veranstaltung deutlich. „Konstruktive Kritik ist positiv zu bewerten, denn sie gibt uns Anregungen und ist wichtig für die Meinungsbildung in unserer Stadtratsfraktion.“

 

Zum Abschluss der Veranstaltung, bedanke sich Kai Kronauer bei den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern für die rege Teilnahme und betonte: „ Nur gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, und allen im Rat vertretenen Fraktionen, können wir eine gute Lösung für Osthofen erreichen. Wir von der SPD Stadtratsfraktion sind hierzu bereit“.

 

Alexander Ebert

Veröffentlicht am 05.04.2011 von Peter Martens