„Wir brauchen ein vereintes und solidarisches Europa“ – Osthofen profitiert von der Europäischen Union/Hagemann diskutiert am Europa-Schultag mit Schülern in Osthofen und Worms

„Wir brauchen ein vereintes und solidarisches Europa“ – Osthofen profitiert von der Europäischen Union/Hagemann diskutiert am Europa-Schultag mit Schülern in Osthofen und Worms

Die Krise der Europäischen Union, die Stabilität des Euro, die Lage in Portugal und Griechenland, aber auch die Vorteile von Europa für Deutschland waren Themen einer Diskussionsrunde mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD), zu der sich Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Integrierten Gesamtschule in Osthofen einfanden. Anlässlich des bundesweiten Europa-Schultages am 16. Mai besuchte Hagemann, der auch Vorsitzender im EU-Unterausschusses des Haushaltsausschusses im Bundestag ist, die Schule, um über Werte und Ziele Europas zu sprechen.

Als überzeugter Europäer liegt es Hagemann am Herzen, jungen Menschen zu vermitteln, dass Europa mehr ist, als ein kostspieliger und bürokratischer Apparat. Vielmehr sei die Europäische Union seit 66 Jahren ein Garant für Frieden. „Nach den Erfahrungen der europäischen Geschichte ist Frieden nicht selbstverständlich“, so Hagemann. Einig war sich Hagemann mit den Schülern, dass ein starkes und geeintes Europa viele Vorteile birgt. Denn in einer globalisierten Welt mit immer stärker werdenden Wirtschaftszonen wie China oder Indien können die europäischen Staaten nur mit einer gemeinsamen Außen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik bestehen.

Sorgen bereiten den engagiert diskutierenden Jugendlichen die jüngsten Wahlerfolge anti-europäischer Parteien in ganz Europa. „Die deutsche Wirtschaft profitiert seit Jahren vom einheitlichen Binnenmarkt ohne Zollgrenzen und vom gemeinsamen Euro“, so Hagemann. Alleine zehn Milliarden Euro wird jährlich vom nicht mehr erforderlichen Währungsumtausch eingespart. Außerdem verkaufe Deutschland zwei Drittel seiner Exporte in die Europäische Union und den Euro-Raum, wodurch sehr viele Arbeitsplätze gesichert werden. „Ich bin für den Euro. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die Probleme in Griechenland und den anderen Staaten mit angegangen werden und sich diese Krise nicht wiederholen kann“, so der Schüler Michael Fechner. Hagemann pflichtete ihm bei und ergänzte, dass die EU genauer kontrollieren müsse. „Hart ist, dass die Folgen der Reformen in Griechenland vor allem die Menschen treffen, die die Krise nicht verschuldet haben“, betonte die Schülerin Corinna Herbst. 

Osthofen profitiert von der Europäischen Union

Auch Osthofen profitiert direkt von Zuweisungen aus Brüssel – beispielsweise mit Fördermitteln zum Ausbau des Tourismus und der Subventionierung der Landwirtschaft. Hagemann verwies auf die Förderprogramme des Europäischen Sozialfonds für arbeitslose Jugendliche oder für Studierende und Auszubildende. Darüber hinaus werden Schulaustauschprogramme oder Begegnungen von europäischen Partnergemeinden gefördert. Bekannt war den Jugendlichen auch die Osthofener Partnergemeinde Mirebeau in Frankreich, zu der die Osthofener seit inzwischen 45 Jahren regen Kontakt pflegen.

Anlässlich des Europa-Schultages besuchte Klaus Hagemann noch Schulklassen der drei Wormser Gymnasien.  

 

Veröffentlicht am 19.05.2011 von Peter Martens