Spezialisten für Kaufen, Planen und Bauen – Regionales Netz-Bau-Werk in Osthofen

Spezialisten für Kaufen, Planen und Bauen – Regionales Netz-Bau-Werk in Osthofen

Wenn es um das Thema Immobilien geht, beim Kaufen, Bauen, Umbauen oder Renovieren, gibt es unzählige Fragen. Deshalb haben sich viele kleine und mittlere Unternehmen, die in der Region Worms und Wonnegau tätig sind, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. „Unser Netz-Bau-Werk ist ein Netzwerk mit Antworten und Lösungen von Spezialisten vor Ort“, erklärt der Wormser Architekt Jörg E. Deibert beim Treffen mit dem Abgeordneten Klaus Hagemann (SPD).

Das Netz-Bau-Werk bestehe seit rund zwei Jahren, so Deibert weiter. Geschätzt werde der Rückgriff auf die fachlichen Kompetenzen des Netzwerkes, der kollegiale Austausch im regelmäßigen Dialog sowie gemeinsame Aktionen wie beispielsweise die Teilnahme an der Gewerbemesse Osthofen. „Und wenn uns Auftraggeber nach sicheren Dienstleistern für ein Bauvorhaben fragen, können wir einander aus Erfahrung empfehlen“, betont Elektromeister Thomas Weinbach aus Osthofen.

In der anschließenden Diskussion lag das Hauptaugenmerk auf den Förderprogrammen der Bundesrepublik beziehungsweise der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Als Berater für Finanzierungen berichtete zum Beispiel der Betriebswirt Hermann Käufer, dass die Programmvielzahl den Überblick erschwere und ein sinnvoller Beratungsansatz unter der Komplexität der Programme leide. Außerdem habe er feststellen müssen, dass Bankkredite für unternehmerische Bauvorhaben schwieriger zu erhalten seien und die Banken einen sehr langen Entscheidungszeitraum benötigen.

Ergänzend bedauerte Metallbaumeister Frank Weygand, dass im Bereich der energetischen Sanierung und des Photovoltaik-Ausbaus von der schwarz-gelben Bundesregierung Fördermittel gekürzt wurden. Als Haushaltspolitiker konkretisierte Hagemann, dass Union und FDP im vergangenen Jahr die Zuschüsse von 2,2 Milliarden auf unter eine Milliarde Euro erheblich zusammengestrichen hatten. In der Folge schnellten die Kreditzinsen für die von der KfW abgewickelten Programme in die Höhe und somit wurden sie immer unattraktiver. „Dabei ist Energieeffizienz der Schlüssel für die Ziele in der Klima- und Energiepolitik“, urteilt der Abgeordnete.

Mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau und regionalen Kreditinstituten plant Hagemann eine vertiefende Fachveranstaltung für interessierte Unternehmer der betroffenen Baubranche.

Florian Helfert

Veröffentlicht am 29.10.2011 von Peter Martens