Stadtvorstand wieder komplett – Wolfgang Itzerodt und Alexander Ebert neue Beigeordnete / Günter Sum unterliegt knapp

Stadtvorstand wieder komplett – Wolfgang Itzerodt und Alexander Ebert neue Beigeordnete / Günter Sum unterliegt knapp

(Wormser Zeitung, Manfred Janß) Nachdem der Erste Beigeordnete Reinhold Unkelbach und die Dritte Beigeordnete Doris Scherer (beide SPD) am 2. Dezember verabschiedet worden waren (die WZ berichtete), ist der Osthofener Stadtvorstand seit Montagabend wieder komplett. Die neu gewählten Beigeordneten bleiben bis zur Kommunalwahl Mitte 2014 im Amt.

Keine Überraschung beim Ersten Beigeordneten

 

Wie sie gegenüber der WZ bereits angekündigt hatte, beanspruchte die SPD wieder den Posten des Ersten Beigeordneten und nominierte erwartungsgemäß Wolfgang Itzerodt für dieses Amt. Einen weiteren Kandidaten gab es nicht. Nachdem die 23 anwesenden Ratsmitglieder nacheinander ins Amtszimmer des Bürgermeisters verschwunden waren, um dort ihr Votum abzugeben, stand das Ergebnis fest. Itzerodt erhielt 15 Stimmen, Gegenstimmen gab es keine, dafür acht Enthaltungen. „Ich danke allen, die mich gewählt haben, aber auch denen, die den Mut hatten, mich nicht zu wählen“, erklärte der neue Erste Beigeordnete schelmisch, nachdem er Stadtchef Bernd Müller die Eidesformel nachgesprochen und von ihm die Ernennungsurkunde erhalten hatte.

 

Deutlich spannender ging es bei der Wahl des Dritten Beigeordneten zu. Die SPD nominierte erwartungsgemäß ihren Ortsvorsitzenden Alexander Ebert. Die CDU stellte ihm Günter Sum entgegen. „Es stehen in nächster Zukunft schwerwiegende Entscheidungen an. Daher sollten alle Ratsfraktionen im Stadtvorstand vertreten sein, gerade auch mit Blick auf die Kommunalreform. Günter Sum ist außerdem ein in der Osthofener Kommunalpolitik verdienter Mann“, erklärte CDU-Fraktionschef Hans-Peter Knierim.

 

Nachdem alle 23 Ratsmitglieder im stillen Kämmerlein ihr Votum abgegeben hatten, stand ein denkbar knappes Ergebnis fest. Drei Enthaltungen gab es und von den verbleibenden 20 Stimmen entfielen elf auf Alexander Ebert und neun auf Günter Sum. Er hatte demnach nicht nur die Stimmen der eigenen Fraktion erhalten, sondern auch aus anderen Fraktionen Zustimmung bekommen.

 

Die FWG hatte im Vorfeld gegenüber der WZ angekündigt, auf einen Kandidaten zu verzichten. Mit Gabriela Terhorst als Zweiter Beigeordnete sind die Freien Wähler bereits im Stadtvorstand vertreten. Anspruch auf einen weiteren Beigeordnetenposten erhebe die FWG deshalb nicht, hieß es seinerzeit.

Veröffentlicht am 20.12.2011 von Peter Martens