Neuer Monitor schickt IGeL in den Winterschlaf – Verbraucherinformation

Neuer Monitor schickt IGeL in den Winterschlaf – Verbraucherinformation

Manche Igel halten keinen Winterschlaf: der Thrombose-Check beim Allgemeinmediziner, die Anti-Schnarch-OP beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder die Augeninnendruckmessung beim Augenarzt. Wohl jeder gesetzlich Versicherte hat schon einmal eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von seinem Arzt angepriesen bekommen. Das Besondere: Die Patienten müssen die Kosten selbst tragen. Die Kassen dürfen dafür nicht aufkommen, weil viele diese Angebote weder medizinisch notwendig sind noch ihr Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen ist.

IGeL sind oft herausgeworfenes Geld – doch das wissen viele Patienten gar nicht. Wer sich dagegen entscheidet, behält meist ein schales Gefühl zurück, vielleicht doch an der falschen Stelle gespart zu haben. Manche lassen auch Dampf bei ihrer Kasse ab – weil sie sich vom Arzt bedrängt oder von der Kasse im Stich gelassen fühlen.

 

Ein neues Internetportal der Krankenkassen will jetzt Licht ins Dunkel der Selbstzahler-Angebote bringen: Der IGeL-Monitor lotst Patienten durch den Leistungs-Dschungel und bewertet den Nutzen und mögliche Nebenwirkungen.

 

Zum Hintergrund: Initiator des IGeL-Monitors ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Geldgeber ist der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Veröffentlicht am 30.01.2012 von Peter Martens