E-Mail an die Wormser Zeitung – SPD-Vorsitzender Ebert verlangt objektive und faire Berichterstattung

E-Mail an die Wormser Zeitung – SPD-Vorsitzender Ebert verlangt objektive und faire Berichterstattung

Zur Berichterstattung der Wormser Zeitung über die Vertragsunterzeichnung im Rahmen der Fusion zwischen der verbandsfreien Stadt Osthofen und der Verbandsgemeinde Westhofen zur neuen Verbandsgemeinde Wonnegau, vom 25. Juni 2012, schreibt der Vorsitzende Alexander Ebert an die Lokalredakteure Manfred Janß und Johannes Götzen:

„Sehr geehrter Herr Janß, sehr geehrter Herr Götzen,

mit Bedauern lese ich Ihren letzten Absatz in der Berichterstattung zur Vertragsunterzeichnung in Sachen „Fusion Verbandsgemeinde Wonnegau“ vom 25.06.2012.

Mit Ihrer Formulierung, dass die SPD-Stadtratsfraktion gegenüber vielen zahlreichen Gästen nahezu komplett gefehlt habe, setzen Sie die Leserinnen und Leser davon Kenntnis, dies wäre mit Absicht so geschehen und erwecken den Anschein, die Mitglieder meiner Fraktion würden das Ergebnis des zurückliegenden Bürgerentscheids offenbar nicht anerkennen. Das ist jedoch falsch und aus meiner Sicht eine bewusste Irreführung Ihrer Leserinnen und Leser.

In der Tat haben viele Mitglieder meiner SPD-Stadtratsfraktion gefehlt, das ist richtig. Hierzu gibt es aber gute Gründe:

Die Bekanntgabe des Termins zur Unterzeichnung des Fusionsvertrages kam leider sehr kurzfristig. Einige, wie ich selbst, waren oder sind noch im Urlaub. Vor diesem Hintergrund konnten immerhin drei SPD-Stadträte nicht an der Vertragsunterzeichnung teilnehmen. Da auch Selbständige unserer Fraktion angehören und bereits am Sonntagmorgen mit den letzten organisatorischen Vorbereitungen des verkaufsoffenen Sonntags beschäftigt waren, konnten zwei weitere Stadträte im Rathaus nicht anwesend sein. Ebenso hatten an diesem Sonntag einige meiner Ratskolleginnen und -kollegen private bzw. familiäre Verpflichtungen oder konnten wegen akuter Erkrankung des eigenen Kindes nicht teilnehmen.

Tatsache ist aber, dass der Erste Beigeordnete Wolfgang Itzerodt als SPD-Stadtrat und zumindest die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Anke Knorpp und Kai Unkelbach anwesend waren. Insofern war der geschäftsführende Fraktionsvorstand nahezu komplett. Auch nach dem Scheitern des Bürgerentscheids war es Ziel der Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion, das Beste für die Stadt Osthofen in den Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Westhofen zu erreichen. Das ist auch aus unserer Sicht gelungen. Insofern bestand für keinen sozialdemokratischen Stadtrat, zu keinem Zeitpunkt ein Grund, dieser Veranstaltung fernzubleiben.

Daher möchte ich insbesondere Sie bitten, Herr Janß, eine etwas objektivere und dazu faire Berichterstattung vorzunehmen, um der bis dahin gut funktionieren Zusammenarbeit nicht weiter zu schaden. Mein Eindruck war zumindest der, dass die Zusammenarbeit zwischen der Wormser Zeitung und der SPD Osthofen bisweilen vernünftig war. Ich gehe davon aus, dass ich mich hierin nicht täusche.

Sollten jedoch Unklarheiten vorherrschen, lassen Sie es mich bitte wissen. Zu einem klärenden Gespräch lade ich Sie gerne ein.

Vielen Dank.

Zu Ihrer Information: Dieses Mail geht in Kopie an die Mitglieder des SPD Vorstandes und an die Mitglieder der Stadtratsfraktion.

Freundliche Grüße
Alexander Ebert“

Veröffentlicht am 05.07.2012 von Peter Martens