SPD-Fraktionsvorsitzender Hendrik Hering besucht KZ-Gedenkstätte

SPD-Fraktionsvorsitzender Hendrik Hering besucht KZ-Gedenkstätte


(WZ, Gunter Weigand) Derzeit befindet sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Hendrik Hering, auf einer Tour durch ganz Rheinland-Pfalz. Auf Einladung des SPD-Verbands der VG Monsheim machte der Landtagsabgeordnete auch Station in der Gedenkstätte KZ Osthofen und besuchte dort die Sonderausstellung „Es lebe die Freiheit – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“.

Martina Ruppert-Kelly gab zunächst eine Einführung in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers, das auf Eigeninitiative des örtlichen NSDAP-Verbandes bereits am 6. März 1933 in einer ehemaligen Papierfabrik eingerichtet wurde. Hier versuchte man, politische Gegner des Regimes ihrer Würde zu berauben und ihren Willen zu brechen.

Glücklicherweise sei bis zum Juli 1934 keiner der Häftlinge ums Leben gekommen, informierte Ruppert-Kelly, ohne die Schrecken des Lagerlebens zu bagatellisieren.

„Es ist eine ganz wichtige Gedenk- und Erinnerungsarbeit, die hier geleistet wird“, würdigte Hering das Engagement des Fördervereins, der sich um den Erhalt der Gedenkstätte bemüht und die dortigen Geschehnisse vor dem Vergessen bewahrt. Der Landtagsabgeordnete sagte, man könne das Grauen des Nationalsozialismus am ehesten verstehen, wenn man es auf die Einzelschicksale bestimmter Menschen herunterbreche. Insofern sei es auch zu begrüßen, dass die Wanderausstellung „Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ nun auch hier in Osthofen zu besichtigen sei. Die Erinnerungsarbeit bezeichnete Hering als „wichtiges Anliegen“, das von der SPD unterstützt werde. Man habe die Mittel dafür trotz Sparauflagen sogar nochmals verstärkt, betonte der Fraktionsvorsitzende abschließend.

Veröffentlicht am 13.07.2012 von Peter Martens