„Anwohner und Gewerbe beteiligt“

„Anwohner und Gewerbe beteiligt“

(WZ) Die Verkehrszählung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) vom 17. April sei ausschließlich erfolgt, um die Entwicklung der Verkehrsströme nach Inbetriebnahme der Unterführung Friedrich-Ebert-Straße / Rheinstraße festzustellen, reagiert der Erste Beigeordnete Wolfgang Itzerodt (SPD) auf die Äußerungen von Bernd Schäfer, parteiloser Bürgermeisterkandidat der Bürgerinitiative „Wir-in-Osthofen“. Mit dem anstehenden Ausbau der L 439 habe sie nichts zu tun.

Zuständig für deren Ausbau sei ausschließlich der LBM in Worms, die Stadt Osthofen sei nur involviert, was die Bürgersteige betreffe, berichtet Itzerodt weiter. Der Fahrbahnteiler an der Einmündung Hölderlinstraße sei jedoch in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen gewesen, er sei erst auf Intervention der Stadt Osthofen aufgenommen worden. Der Ausbau der L 439 sei auch seit geraumer Zeit bekannt und im Stadtrat am 7. Februar dieses Jahres öffentlich beraten worden. Bernd Schäfer hatte vermutet, an den Planungen sei nun nichts mehr zu ändern.

Der parteilose Kandidat hatte zudem das Verkehrskonzept für die Friedrich-Ebert-Straße als nicht umfassend kritisiert und bemängelt, die Gewerbetreibenden dort seien nicht berücksichtigt. Anwohner, Geschäftsinhaber und Verkehrsteilnehmer seien an der Entwicklung des Konzepts beteiligt worden und hätten ihre Einwände vorbringen können, entgegnet der Erste Beigeordnete.

Das Darmstädter Ingenieurbüro „Von Mörner & Jünger“ habe 2011 ein Konzept vorgelegt für den Abschnitt zwischen Abenheimer Hohl und Bahnunterführung. Das Konzept sei dem LBM und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Mit diesem Konzept solle eine für Autoverkehr, Fußgänger und Radfahrer sowie Anlieger und Geschäftsleute zumutbare Regelung getroffen werden, erklärt der Erste Beigeordnete.

Bernd Schäfer hatte außerdem auf die Gefährlichkeit des Schulwegs hingewiesen, was Eltern dazu verleite, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Für die Schülerbeförderung sei primär der Landkreis zuständig, die Stadt habe da nur bedingt Mitspracherecht, Sonderregelungen gingen zulasten des städtischen Haushalts, teilt Itzerodt mit.

Veröffentlicht am 21.08.2012 von Alexander Ebert