Signaltechnik und Zugänge saniert

Signaltechnik und Zugänge saniert

(WZ) Unter der Themenstellung „Vorne hui, hinten pfui – wie geht es weiter am Bahnhof Osthofen?“ hatte der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann den für Rheinland-Pfalz zuständigen Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG, Udo Wagner, nach Osthofen eingeladen, um sich gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt, Wolfgang Itzerodt (SPD), über den aktuellen Planungsstand des für 2014 geplanten Ausbaus der S-Bahnstrecke zu erkundigen. Im Zuge dessen sollen die noch verbleibenden Arbeiten am Bahnhof Osthofen erfolgen.


„Wir sind in Osthofen auf einem guten Weg“, lobte Hagemann die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Land und der Deutschen Bahn AG. Vor allem bei der Gestaltung des Bahnhofgeländes und -umfelds habe die Stadt gute Arbeit geleistet, so der Abgeordnete. Während die Stadt das Bahnhofsgelände saniert hat, wurden Signaltechnik, Bahnsteigzugänge und die Gleise, unter anderem im Rahmen des Konjunkturprogramms des Bundes von der Deutschen Bahn erneuert.

Einen Halt der für 2014 vorgesehenen Regional-Express Linie zwischen Mainz und Mannheim wird es in Osthofen nach derzeitigem Sachstand allerdings nicht geben, teilte Wagner auf Nachfrage Hagemanns mit (die WZ berichtete). Dafür solle 2014 mit Inbetriebnahme der neuen S-Bahnstrecke die Verbindung zwischen Mainz und Ludwigshafen verdichtet werden, sagte der DB-Landeschef. Wie hoch die Kosten für den Ausbau der geplanten S-Bahn-Strecke letzten Endes ausfallen werden, sei derweil weiterhin unklar. Aufgrund zahlreicher Änderungswünsche seitens des Landes, der Kommunen aber auch der Bahn, seien nach Wagners Angaben die Planungskosten deutlich gestiegen. Der Konzernbevollmächtigte deutete allerdings an, dass die Bahn bereit sei, sich mit einem höheren Prozentsatz als bisher vorgesehen an den Gesamtkosten zu beteiligen. Erste Gespräche mit dem Land hätten bereits stattgefunden. Kritisch äußerten sich Hagemann und Itzerodt bezüglich des verwilderten Geländes auf der Ostseite des Osthofener Bahnhofgeländes. Seit dem Umbau ist auf der Ostseite des Bahnhofs der Zugang zu den Wartesteigen, geschlossen und verdreckt, was den Komfort der Fahrgäste maßgeblich einschränkt und im Stadtrat immer wieder für kontroverse Diskussionen sorgt. Da es sich bei dem Gelände samt brachliegendem Gleis um eine betriebsbedingt notwendige Anlage des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) handle, erfordere es einer Entbehrlichkeitsprüfung, bevor die Planungshoheit an die Kommune übertragen werden könne, erklärte Wagner.

Angst vor Vandalismus

Ähnlich verhält es sich mit der ehemaligen „Nato-Rampe“ am Südende des Bahnhofs sowie dem brachliegenden Güterrangiergelände, das immer wieder als illegale Müllhalde genutzt wird und von Itzerodt als „Schandfleck bei der Einfahrt in den Bahnhof“ gesehen wird. „Dass mit dieser Verwahrlosung auch Vandalismus Einzug hält, zeigt sich nicht zuletzt an den Unterständen der neuen Bushaltestelle, die immer öfter beschädigt werden“, begründete Itzerodt den dringenden Handlungsbedarf. Der Beigeordnete wolle nun bei der Bahn eine Entbehrlichkeitsprüfung anfragen, um die Möglichkeiten einer städtebaulichen Nutzung der ehemaligen Rampe sowie der ausgebrannten Raiffeisen-Lagerhalle zu erörtern.

Veröffentlicht am 29.09.2012 von Alexander Ebert