„In Osthofen bewegt sich vieles“

„In Osthofen bewegt sich vieles“

(Wormser Zeitung) „Ich habe schon seit geraumer Zeit das Gefühl, dass sich vieles bewegt in Osthofen. Mein Besuch heute hat das voll bestätigt“, zog Landrat Ernst Walter Görisch am Ende seines Besuches in der Wein- und Sektstadt Bilanz. Zum Start seiner zweiten Amtszeit als Landrat im Kreis Alzey-Worms, die am gestrigen 1. November begann, tourt er derzeit durchs Kreisgebiet, die Stadt Osthofen machte den Anfang.

„Aggressives Fahren“

Der Erste Beigeordnete Wolfgang Itzerodt informierte seinen Gast über die Verkehrssituation, nachdem die Herrnsheimer Landstraße wegen der Bauarbeiten dort gesperrt ist. „Es wird unglaublich aggressiv gefahren, zum Teil benutzen uneinsichtige Autofahrer sogar den Radweg neben der Landstraße“, beklagte er. Der Verwaltungschef berichtete außerdem, dass das Ergebnis der zweiten Verkehrszählung nun vorliege und das der ersten bestätigt habe. Nun sei eindeutig belegt, wie dicht der Verkehr in Osthofen sei und unbedingt ein Konzept hermüsse (siehe oben stehender Bericht).

Zur Kommunal- und Verwaltungsreform unterstrich der Erste Beigeordnete, dass das neue Gutachten von Professor Martin Jungkernheinrich eindeutige Fakten liefere, weshalb sich bestimmte Kommunen einen Partner suchen müssen. „Hätte man diese Fakten von Anfang an gehabt, hätte man sich viele Diskussionen ersparen können“, meinte er. „Das Gutachten untermauert ganz klar den Willen des Landes, was die Notwendigkeit von Fusionen angeht“, bestätigte der Landrat.

Im alten Rathaus neben der „Kleinen Kirche“ informierte Architekt Jörg Deibert, der das historische Barock-Gebäude gemeinsam mit seinem Kompagnon Markus Seibert gekauft hat und restauriert, über den Stand der Sanierung. Dort die Stadtverwaltung unterzubringen, wenn ins Rathaus Am Schneller die neue VG-Verwaltung einzieht, fände Ernst Walter Görisch eine überaus charmante Idee, zumal in dem Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten Gebäude Osthofener Geschichte geschrieben wurde.

Im Edeka-Markt im Gewerbegebiet Südost laufen die letzten Vorbereitungen vor der Eröffnung in zwei Wochen. Inhaber Stefan Bruder, der seit drei Jahren auch den Edeka-Markt in Gundersheim betreibt, führte den Gast durch den Verkaufsraum und erläuterte ihm sein regional ausgelegtes Konzept.

Bei Steuerberater Markus Seibert lobte der Landrat das Engagement für dessen Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum, dessen zweites Gebäude nun bezugsfertig ist. „Für die Entwicklung der Stadt sind private Investoren unglaublich wichtig. Sie füllen sie mit Leben und schaffen Arbeitsplätze“, ist der Landrat überzeugt.

Veröffentlicht am 03.11.2012 von Alexander Ebert