„Wir werden ihn vermissen“

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„Wir werden ihn vermissen“

Dr. Peter StruckDIE SPD TRAUERT. Peter Struck ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 69 Jahren in Berlin an den Folgen eines Herzinfarkts. Weggefährten des Ex-Verteidigungsministers und die Spitze der SPD äußerten sich tief getroffen. Parteichef Sigmar Gabriel würdigte Struck als einen „großen Sozialdemokraten und großen sozialen Demokraten“.

„Ich bin erschüttert über den plötzlichen Tod von Peter Struck“, so Gabriel am Mittwoch in Berlin. „Für mich persönlich war Peter Struck ein verlässlicher und prinzipientreuer Wegbegleiter – in allen seinen hohen Ämtern und Funktionen. Peter Struck wird uns immer in Erinnerung bleiben als Mann klarer Worte, aber eben auch als geradliniger Pflichtmensch mit großen Überzeugungen. Er war ein großer Sozialdemokrat und ein großer sozialer Demokrat! Ich verneige mich vor ihm in Dankbarkeit für alle Mitglieder der SPD!“

Steinbrück: „Unsere gemeinsame Trauer ist groß“

Auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück äußerte sich bestürzt über den Tod Strucks: „Die SPD verliert mit ihm eine der prägenden Gestalten der letzten Jahrzehnte.“ Struck habe „nicht nur unsere Positionen in Parlament und Regierung vertreten, er hat unsere Werte gelebt. Er war ein unverwechselbarer Charakter auf der Bühne der Politik, über die Parteigrenzen hinweg geschätzt und in der Öffentlichkeit als authentische Persönlichkeit wahrgenommen. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, unsere gemeinsame Trauer ist groß“, sagte Steinbrück.

Steinmeier: „Die Menschen mochten ihn“

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte: „Wir verlieren nicht nur einen großen Politiker, einen der für viele Menschen im Land ein Vorbild war. Wir verlieren einen Freund, einen engen Weggefährten, einen Mann voller Herzenswärme, Humor und Lebensklugheit. Die Menschen mochten ihn für seine Offenheit, Geradlinigkeit und für seine klaren Ansagen.“

Struck habe auch als Verteidigungsminister bleibende Spuren hinterlassen, so Steinmeier weiter: „Unter Soldatinnen und Soldaten wird bis heute nur voller Respekt von ihm gesprochen.“ Auch nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag habe Struck „mitten im politischen Leben“ gestanden. „Umso fassungsloser macht uns sein plötzlicher und völlig unerwarteter Tod. Wir werden ihn vermissen“, so Steinmeier.

Merkel: „Stets verlässlicher Partner“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CD) sagte, die Nachricht von Strucks Tod erfülle sie mit großer Trauer. „In der Großen Koalition habe ich ihn als einen hart argumentierenden, dabei jedoch stets verlässlichen Partner kennen- und schätzen gelernt.“ Ihr Mitgefühl gelte seiner Familie, betonte Merkel.

De Maizière: „Er hat die Soldaten gemocht und sie ihn“

Strucks Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers, Thomas de Maizière (CDU), erklärte, die Nachricht vom Tode Strucks erfülle ihn mit tiefster Trauer. „Mit ihm verliert Deutschland einen aufrechten und authentischen Charakter, der wie kaum ein anderer die Verteidigungspolitik des Landes verkörpert hat. Er hat die Soldaten gemocht und sie ihn.“

Lammert: „Wir verlieren einen guten politischen Freund“

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sagte: „Er hat sich durch seine Gradlinigkeit und Verlässlichkeit Respekt und Wertschätzung weit über die eigene Partei hinaus erworben. Mit Peter Struck verliert unser Land einen verdienten Parlamentarier, viele langjährige Kollegen im Bundestag – auch ich – einen guten politischen Freund.“

Schröder: „Auf sein Wort war immer Verlass“

Auch Altkanzler Gerhard Schröder sagte über sein ehemaliges Kabinettsmitglied: „Seine persönliche Integrität und Loyalität haben mich tief beeindruckt. Auf sein Wort war immer Verlass. Er war ein geradliniger, verlässlicher und lebensfroher Niedersachse.“

Schon als Student trat Struck in die SPD ein

Struck starb nach Angaben der Familie im Berliner Krankenhaus Charité. Dort war er am Vortag mit einem schweren Herzinfarkt eingeliefert worden. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder. 

Peter Struck, geboren 1943 in Göttingen, trat bereits 1964 als Student in die SPD ein. In Göttingen und Hamburg studierte er Jura, legte 1971 seine zweite juristische Staatsprüfung ab und promovierte noch im selben Jahr zum Dr. jur. Anschließend arbeitete er für die Universität Hamburg und in der Finanzbehörde der Hansestadt.

29 Jahre im Bundestag

1973 wurde er in Uelzen zum Stadtrat und stellvertretenden Stadtdirektor gewählt. Ab 1980 startete er seine Karriere im Bundestag, dem er bis 2009 angehörte – zuletzt als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Bereits 1990 bis 1998 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion.

Von 2002 bis 2005 gehörte Struck als Bundesminister der Verteidigung der Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder an. Mit seiner gradlinigen Art verdiente er sich in diesem Amt rasch den Respekt der Soldaten. Besonders in Erinnerung blieb sein Ausspruch, die Sicherheit Deutschlands werde „auch am Hindukusch verteidigt“.

„Pfeifenraucher des Jahres“

Im Januar 2011 wurde Peter Struck erstmals zum Vorstandsvorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung ernannt. Erst in der vergangenen Woche war er als Vorsitzender wiedergewählt worden. Privat fuhr der passionierte Pfeifenraucher („Pfeifenraucher des Jahres 1995“) gern mit Freunden Motorrad.

Politische Weggefährten zollen Struck Respekt

Der ehemalige Verteidigungsminister galt in der SPD und weit darüber hinaus als besonders glaubwürdiger, verlässlicher und authentischer Politiker. Die Grünen-Fraktionschefs Jürgen Trittin und Renate Künast würdigten Struck als „großen Sozialdemokraten und leidenschaftlichen Parlamentarier. Wir erinnern uns mit Dankbarkeit an eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit.“

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) nannte Peter Struck einen „verlässlichen Freund und Wegbegleiter geworden. Er hat sich um unser Land als aufrechter Demokrat verdient gemacht.“

Der Fraktionschef der Linkspartei, Gregor Gysi, sagte über Struck: „Er konnte sich freundschaftlich, kollegial und solidarisch verhalten, inzwischen eher eine Rarität in der Politik. Wir sollten versuchen, ihn mit seiner Lebenslust in Erinnerung zu behalten.“

Veröffentlicht am 19.12.2012 von Alexander Ebert


Innovation auf dem Gesundheitssektor

1112 Nestlé HealthCare NutritonAuf Einladung der örtlichen Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp war der Arbeitskreis Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz zu Gast in Osthofen. Mit einer Steigerung der Exportquote und des Wirtschaftswachstums und gleichzeitigem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit ist Rheinland-Pfalz in der Spitzengruppe der Bundesländer angekommen. „Noch nie waren so viele Menschen in Beschäftigung. Die Wirtschaftskompetenz der SPD in Rheinland-Pfalz war hierbei ein wichtiger Faktor. Daher setze die SPD-Landtagsfraktion den Dialog mit Unternehmen in Land fort, um mit Unternehmensleitungen, Betriebsräten, Verbänden und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über die Herausforderungen der nächsten Jahre zu sprechen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jens Guth, beim Besuch des Unternehmens Nestlé HealthCare Nutriton GmbH am Standort Osthofen.

Bei dieser Gelegenheit stellte sich der neue Werkleiter Frank Brinkmann vor. Die Schwerpunkte seiner Arbeit, die er im September angetreten hat, liegen neben der weiterhin guten Aufstellung des Produktionsstandortes in der Fachkräftesicherung, der Nachwuchsförderung sowie in der Gesundheitsförderung der Mitarbeiter/innen. Die Standards für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Qualität, Umwelt und Hygiene sind im Werk Osthofen in Anbetracht der dort hergestellten Spezialnahrung extrem hoch, wovon sich die Abgeordneten bei der Werksführung überzeugen konnten.

Seit 2007 gehört der Standort Osthofen zur Nestlé HealthCare Nutriton GmbH. Die internationale Exportquote ist mit über 70 Prozent (Durchschnitt in Rheinland Pfalz bei 60 Prozent) enorm hoch und man hält weltweit die zweite Position in der medizinischen Ernährung. Hergestellt werden vor allem Sondennahrung für Patienten, die enteral (eine Form der künstlichen Ernährung) ernährt werden müssen, sowie weitere hochwertige spezielle Nahrungsmittel für spezifische Krankheiten, z.B. für Adipositas-Patienten, die ärztlich begleitet ihr Gewicht reduzieren.

Eine bedeutende Innovation ist die flexible Kunststoffflasche, die durch spezielle Konnektoren die flüssige Spezialernährung sicherer macht, d.h. damit können Fehlerquellen bei der Anwendung von enteraler Ernährung in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen oder in der ambulanten Versorgung verhindert werden. Diese neue Kunststoffflasche wird die schweren Glasflaschen in der Zukunft ersetzen. Dazu wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren eine eigene Produktionslinie installiert und erfolgreich in Betrieb genommen.

Derzeit sind bei Nestlé HealthCare Nutriton GmbH am Standort Osthofen 270 Mitarbeiter und 45 Leiharbeiter beschäftigt. Im Werk ist man bestrebt, die Anzahl der Mitarbeiter von Randstad, einem Zeitarbeitsunternehmen mit Tarifverträgen, zu reduzieren und in den Betrieb aufzunehmen, z.B durch Bevorzugung bei den betrieblichen Ausschreibungen. Mit der Übernahme von qualifizierten Leiharbeitern in feste Anstellungen soll auch die Fachkräftesicherung erfolgen.

„Der Betriebsrat ist auch mit der derzeitigen Anzahl an Auszubildenden noch nicht zufrieden. Die Anzahl an Ausbildungsplätzen wird überprüft werden, um dem Facharbeitermangel auf diesem Wege in den Bereichen Mechatronik, Industriemechanik oder Elektronik entgegenzuwirken“, informiert Anklam-Trapp

Bildunterschrift:

Präsentieren die innovative Kunststoffflasche: die Landtagsabgeordneten Margit Mohr, Heiko Sippel, Fredi Winter, Jens Guth und Kathrin Anklam-Trapp, Alexander Ebert, Beigeordneter der Stadt Osthofen, Werkleiter Frank Brinkmann, Betriebsrat Helmut Litzius und Karl-Heinz Fechter (Arbeitssicherheit und Gesundheit).

Veröffentlicht am 15.12.2012 von Alexander Ebert