Innovation auf dem Gesundheitssektor

Innovation auf dem Gesundheitssektor

1112 Nestlé HealthCare NutritonAuf Einladung der örtlichen Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp war der Arbeitskreis Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz zu Gast in Osthofen. Mit einer Steigerung der Exportquote und des Wirtschaftswachstums und gleichzeitigem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit ist Rheinland-Pfalz in der Spitzengruppe der Bundesländer angekommen. „Noch nie waren so viele Menschen in Beschäftigung. Die Wirtschaftskompetenz der SPD in Rheinland-Pfalz war hierbei ein wichtiger Faktor. Daher setze die SPD-Landtagsfraktion den Dialog mit Unternehmen in Land fort, um mit Unternehmensleitungen, Betriebsräten, Verbänden und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über die Herausforderungen der nächsten Jahre zu sprechen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jens Guth, beim Besuch des Unternehmens Nestlé HealthCare Nutriton GmbH am Standort Osthofen.

Bei dieser Gelegenheit stellte sich der neue Werkleiter Frank Brinkmann vor. Die Schwerpunkte seiner Arbeit, die er im September angetreten hat, liegen neben der weiterhin guten Aufstellung des Produktionsstandortes in der Fachkräftesicherung, der Nachwuchsförderung sowie in der Gesundheitsförderung der Mitarbeiter/innen. Die Standards für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Qualität, Umwelt und Hygiene sind im Werk Osthofen in Anbetracht der dort hergestellten Spezialnahrung extrem hoch, wovon sich die Abgeordneten bei der Werksführung überzeugen konnten.

Seit 2007 gehört der Standort Osthofen zur Nestlé HealthCare Nutriton GmbH. Die internationale Exportquote ist mit über 70 Prozent (Durchschnitt in Rheinland Pfalz bei 60 Prozent) enorm hoch und man hält weltweit die zweite Position in der medizinischen Ernährung. Hergestellt werden vor allem Sondennahrung für Patienten, die enteral (eine Form der künstlichen Ernährung) ernährt werden müssen, sowie weitere hochwertige spezielle Nahrungsmittel für spezifische Krankheiten, z.B. für Adipositas-Patienten, die ärztlich begleitet ihr Gewicht reduzieren.

Eine bedeutende Innovation ist die flexible Kunststoffflasche, die durch spezielle Konnektoren die flüssige Spezialernährung sicherer macht, d.h. damit können Fehlerquellen bei der Anwendung von enteraler Ernährung in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen oder in der ambulanten Versorgung verhindert werden. Diese neue Kunststoffflasche wird die schweren Glasflaschen in der Zukunft ersetzen. Dazu wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren eine eigene Produktionslinie installiert und erfolgreich in Betrieb genommen.

Derzeit sind bei Nestlé HealthCare Nutriton GmbH am Standort Osthofen 270 Mitarbeiter und 45 Leiharbeiter beschäftigt. Im Werk ist man bestrebt, die Anzahl der Mitarbeiter von Randstad, einem Zeitarbeitsunternehmen mit Tarifverträgen, zu reduzieren und in den Betrieb aufzunehmen, z.B durch Bevorzugung bei den betrieblichen Ausschreibungen. Mit der Übernahme von qualifizierten Leiharbeitern in feste Anstellungen soll auch die Fachkräftesicherung erfolgen.

„Der Betriebsrat ist auch mit der derzeitigen Anzahl an Auszubildenden noch nicht zufrieden. Die Anzahl an Ausbildungsplätzen wird überprüft werden, um dem Facharbeitermangel auf diesem Wege in den Bereichen Mechatronik, Industriemechanik oder Elektronik entgegenzuwirken“, informiert Anklam-Trapp

Bildunterschrift:

Präsentieren die innovative Kunststoffflasche: die Landtagsabgeordneten Margit Mohr, Heiko Sippel, Fredi Winter, Jens Guth und Kathrin Anklam-Trapp, Alexander Ebert, Beigeordneter der Stadt Osthofen, Werkleiter Frank Brinkmann, Betriebsrat Helmut Litzius und Karl-Heinz Fechter (Arbeitssicherheit und Gesundheit).

Veröffentlicht am 15.12.2012 von Alexander Ebert