„Never change a winning team!“

„Never change a winning team!“

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(NK) Das Ergebnis war eindeutig: Von den 41 Genossen bei der Mitgliederversammlung der Osthofener SPD votierten am Dienstagabend im „Weißen Roß“ bei einer Enthaltung 32 für Wolfgang Itzerodt, 8 gegen ihn. Damit stand fest, dass der 62-jährige Genosse am 14. April 2013 bei der ersten Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Stadt Osthofen für die Sozialdemokraten antritt. Das Votum war keine Überraschung, dennoch schaffte es jetzt Klarheit. Von nun an wird die Wahlkampfmaschinerie hochfahren. Wolfgang Itzerodt ist selbstständiger Bezirkschornsteinfegermeister und war Landesinnungsmeister von Rheinland-Pfalz. Er ist Witwer, hat zwei Töchter und zwei Enkelkinder. Der Geburtsort von Itzerodt ist unweit von Hildesheim, doch kam er bereits im Alter von neun Jahren mit seinen Eltern nach Osthofen und wohnt seitdem in der Wonnegaumetropole.

Zurzeit ist es als erster Beigeordneter kommissarsicher Stadtchef im Osthofener Rathaus und arbeitet dabei maßgeblich an der Bildung der neuen Verbandsgemeinde „Wonnegau“ mit, die die Stadt Osthofen zusammen mit der Verbandsgemeinde (VG) Westhofen ab 2014 bilden wird. Gerade die konstruktive Arbeit, die Wolfgang Itzerodt nach dem Bürgerentscheid zugunsten der VG Westhofen geleistet hat, brachte ihm in den Reihen der Osthofener Genossen, aber auch der Bürger große Sympathie ein. Er gilt als gewissenhafter Arbeiter, der aber auch seine Führungsfähigkeiten unter Beweis gestellt hat.

In seiner Unterstützungsrede sagte der „Noch-Bundestagsabgeordnete“ Klaus Hagemann in Anspielung auf die erfolgreiche Tätigkeit von Wolfgang Itzerodt als kommissarischer Stadtchef von Osthofen: „Never change a winning team!“

In seiner Dankesrede zeigte der Kandidat Weitsicht und sprach die Themen an, die aktuell und mittelfristig angepackt werden müssen. So müsste die Osthofener Identität auch, oder gar besonders, in der neuen VG Wonnegau erhalten bleiben. Wichtig sei ihm die Verbesserung der Verkehrssituation in der Friedrich-Ebert-Straße. Dieses Problem müsse gelöst werden, sei eine Folge des raschen Wachstums der Stadt, so würden nur noch 15 Mitbürger bis zur „9.000 Einwohner-Grenze“ fehlen.

Ebenfalls ganz oben auf Itzerodts ambitionierter Liste steht der Bau eines neuen Kindergartens. Verstärkt werden sollen auch die Aktivitäten hinsichtlich des Tourismus. Eine große Freude sei für ihn, dass in Osthofen um den Bereich des „Alten Rathauses“ eine neue Mitte entstehe.

Die Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister wird in Osthofen am 14. April durchgeführt. Der Sieger wird jedoch nur rund ein Jahr im Amt bleiben, da 2014 bereits die „offiziellen“ Kommunalwahlen in ganz Rheinland-Pfalz stattfinden.

Wolfgang Itzerodt deutet aber gegenüber dem NK an, auch für eine weitere Amtszeit über 2014 hinaus zur Verfügung zu stehe. Allerdings ist es ihm auch wichtig, dass vermehrt junge Menschen in der Politik nachrücken und in wichtige Ämter rücken.

Abschließend wurde noch die Gründung eines SPD-Verbandes für die VG Wonnegau in die Wege geleitet. Als Datum wurde der 19. März ins Auge gefasst. Dieser Schritt war wichtig, da durch die neue VG Wonnegau die Sozialdemokraten aus den bald ehemaligen Gebietskörperschaften VG Westhofen und der Stadt Osthofen für die Kommunalwahl 2014 in einem Verband zusammengefasst werden müssen.

Unabhängig davon wird natürlich der SPD-Ortsverein Osthofen fortbestehen. Der neue SPD-Verband wird für die Belange der Verbandsgemeinde zuständig sein.

Text und Bild: Gernot Kirch, NK

Veröffentlicht am 06.02.2013 von Alexander Ebert