Wolfgang Itzerodt wird Stadtbürgermeister in Osthofen – Stichwahl nicht notwendig

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Wolfgang Itzerodt wird Stadtbürgermeister in Osthofen – Stichwahl nicht notwendig

Wolfgang Itzerodt(WI, Janss) Wolfgang Itzerodt wird ehrenamtlicher Stadtbürgermeister in Osthofen. Der Erste Beigeordnete und SPD-Kandidat erhielt 56,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Eine von vielen erwartete Stichwahl ist somit nicht notwendig.

Auf den Kandidaten der CDU, Hans-Peter Knierim, entfielen 13,3 Prozent der Stimmen, Jochen Piehl (ÖDP) erhielt 4,7 Prozent und Bernd Schäfer, der parteilose Kandidat der Bürgerinitiative „wir-in-osthofen“, bekam 25,6 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,3 Prozent.

Veröffentlicht am 14.04.2013 von Alexander Ebert


„Das Handwerk vor Ort stärken“

Jahresempfang2013Die SPD Osthofen hat zum diesjährigen Jahresempfang eingeladen. In seiner Begrüßungsrede ging SPD Ortsvereinsvorsitzender Alexander Ebert auf die Standhaftigkeit Otto Wels‘ und seine Bedeutung für die Demokratie ein. „Mit der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz vor 80 Jahren, bei der bereits 26 sozialdemokratische Abgeordnete schon nicht mehr mitstimmen konnten, war das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte eröffnet“, so Ebert und mahnte damit, dass sich solch ein Ereignis nie mehr wiederholen soll. Auch auf das besondere Jubiläum der SPD im Jahr 2013 ging Ebert ein: „Die deutsche Sozialdemokratie wird 150 Jahre jung.“ Der SPD-Vorsitzende forderte, mit dem Motto der SPD, „Ein besseres Land kommt nicht von allein“, zu mehr Bürgerengagement, aber auch zu einem stärkeren Miteinander in Deutschland auf. „Denn Deutschland ist vielfältig, es ist multikulturell.“

Bürgermeisterkandidat Wolfgang Itzerodt ging in seinem dem Programmteil mit seiner leidenschaftlichen Vorstellungsrede auf seine politischen Ziele für die Stadt Osthofen ein. Er berichtete dabei auch über Hausbesuche die er in den letzten Wochen machte und über die Gespräche mit den Bürgern. „Ich freue mich über den großen Zuspruch aus der Bevölkerung und bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mich mit Anregungen, Vorschlägen und Ideen unterstützen, um unsere Stadt Osthofen weiterhin attraktiver zu gestalten:“

Er äußerte aber auch sehr kritische Worte an höhere politische Ebenen, und forderte, dem Handwerker Vorort keine Hürden in den Weg zu legen, um dadurch die Industrie zu stützen. „Es ist wichtig, dass auch jeder Einzelne von uns das Handwerk vor Ort unterstützt. Das Brot vom Bäcker ist nun mal besser, als das im Supermarkt. Fleisch- und die Wurstprodukte unserer Metzger sind besser, als das, welches es im Supermarkt abgepackt zu kaufen gibt.“

Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann informierte mit einem Bericht über Aktuelles aus der Bundespolitik. So berichtete er über Zypern und forderte einen Eigenanteil von Zypern bevor die EU mit Hilfspaketen einsteigt. Gleichzeitig forderte Hagemann die Bundeskanzlerin auf, endlich zu handeln und nicht abzuwarten. Er informierte die Gäste auch darüber, dass der Finanzplan der Bundesregierung bis 2017 mit einer nochmaligen Absenkung der Bildungsausgaben in der kommenden Legislaturperiode einher geht. Die Koalition hinterlässt damit finanziell im Bildungs- und Forschungsbereich ein einziges Trümmerfeld mit nunmehr bereits drei Globalen Minderausgaben. Im Finanzplan ist zudem keinerlei Vorsorge z.B. für eine Bafög-Anpassung getroffen. Bildungspolitische Herausforderungen wie der pädagogische Ausbau von Ganztagsschulen sind bei Schwarz-Gelb erst gar nicht mehr auf dem Schirm. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt dem eine verlässliche Aufwuchsplanung mit zusätzlichen zehn Milliarden Euro des Bundes allein im Bildungsbereich entgegen.

Musikalisch umrahmten Patricia Seelig und Claudia Loth den Abend mit Klassik für Querflöte und Klarinette.

Im Anschluss waren alle Besucher dazu eingeladen, den Abend bei „Wein, Brezeln und Spundekäs sowie interessanten Gesprächen im Weingut Grittmann ausklingen zu lassen.

Peter Martens

Veröffentlicht am 09.04.2013 von Alexander Ebert