Osthofener Genossen mit Überraschung: Seelig wieder Vorsitzender – Kronau kehrt zurück

Osthofener Genossen mit Überraschung: Seelig wieder Vorsitzender – Kronau kehrt zurück

Pressespiegel(WZ, Janß) Es gab einige Überraschungen bei der turnusgemäßen Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Osthofen. Zum einen kündigte der Vorsitzende Alexander Ebert an, sich aus dem Vorstand zurückzuziehen. Zum anderen wurde zu seinem Nachfolger mit großer Mehrheit dessen langjähriger Vorgänger, Hans-Hermann Seelig, gewählt. Damit nicht genug, ist neben Eleonore Ferino nun Kai Kronauer stellvertretender SPD-Vorsitzender. Als vorläufig letzte Überraschung informierte Alexander Ebert nun noch, dass die SPD ihren früheren Fraktionsvorsitzenden in der Stadtratssitzung am kommenden Montag, 10. Juni, im Einvernehmen mit der FWG als Dritten Beigeordneten vorschlagen werde.

Wie in der WZ bereits berichtet, ist seit der Wahl von Wolfgang Itzerodt (SPD) zum Stadtbürgermeister die Stelle des Ersten Beigeordneten vakant. „In unserer Fraktionssitzung am Montag haben wir uns nach einem Gespräch mit der FWG darauf verständigt, dass die beiden verbliebenen Beigeordneten jeweils eine Stelle nach oben rücken sollen“, erklärte Ebert. Das bedeutet, dass – immer vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt mit der erforderlichen Mehrheit zu – die bisherige Zweite Beigeordnete Gabriela Terhorst (FWG) Erste Beigeordnete würde und Alexander Ebert (SPD) Zweiter Beigeordneter. Dessen bisherige Stelle als Dritter Beigeordneter soll nach dem Willen der SPD Kai Kronauer einnehmen.

„Mindestens für Stadtratswahl“

Für Kronauer selbst, aber auch für die SPD und im Hinblick auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr sei seine Rückkehr der richtige Schritt, meinte Ebert, der Kronauers Arbeit als Fraktionsvorsitzender rückblickend Lob aussprach. „Man muss ihn mindestens für die Stadtratswahl auf der Rechnung haben“, ist er sicher. Mit seinem eigenen Rückzug nach sieben Jahren Vorstandsarbeit habe diese Entscheidung aber nichts zu tun, beteuerte er.

Dass er, nachdem er für Alexander Ebert den Platz freigemacht hatte, nun wieder als Vorsitzender kandidierte, liegt für Hans-Hermann Seelig nach eigenem Bekunden erst einmal daran, „dass es mir Spaß macht und ich etwas bewirken will“. Bis Dezember 2008 war er über 15 Jahre lang SPD-Vorsitzender in Osthofen. „Es ist auch gut, dass jetzt in dieser Umbruchphase einer mit Erfahrung da ist“, findet er. Hans-Hermann Seelig kam 1986 über die Jusos in die SPD und ist genauso lange im Osthofener Vorstand. Sein erstes Ziel sei jetzt erst einmal die Kommunalwahl 2014.

Veröffentlicht am 05.06.2013 von Alexander Ebert