Absolut fair und sozial verträglich – Produkte aus dem Eine-Welt-Café in Osthofen

Pressearchiv

Absolut fair und sozial verträglich – Produkte aus dem Eine-Welt-Café in Osthofen

Pfarrer ArndtOsthofen. 29.03.2014 Pfarrer Arndt informiert Osthofer SPD-Fraktion über die Prinzipien des Eine-Welt-Cafés

Viele Menschen konsumieren Kaffee oder andere exotische Produkte ohne zu wissen, wo und vor allem unter welchen Bedingungen diese entstanden sind und ihren Weg von Übersee in den heimischen Discounter gefunden haben: Kinderarbeit, Hunger und Unterernährung sind in vielen Entwicklungsländern an der Tagesordnung.

Um diese Zustände zu ändern, wurde 1975 die GEPA („Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“) ins Leben gerufen, die sich dem „Fair-Trade-Prinzip“, sprich einem fairen Handel verpflichtet. Auf diese Art und Weise gehandelte Produkte wie Reis, Orangensaft, Schokolade, Kaffee, Tee u.v.m. können im Eine-Welt-Landen im Erdgeschoss der Kleinen Kirche in Osthofen erworben werden.

Fairer Handel bedeutet: Ordentliche Preise für ordentliche Arbeit

Pfarrer Arndt erläuterte den interessierten Anwesenden anhand eines Videos, dass die GEPA die Ernte der regionalen Anbieter vorfinanziere, damit diese Geld für notwendige Investitionen zur Qualitätssicherung habe. Somit werde ein nachhaltiges und sozial verträgliches Wirtschaften möglich.

SPD-Stadtbürgermeisterkandidat Thomas Goller fasste Arndts Ausführungen dahingehend zusammen, dass die GEPA also grundsätzlich über Weltmarktpreis-Niveau bezahle und dabei nie unter eine für die Erzeuger existenzsichernde Grenze falle.

Goller begrüßte das große ehrenamtliche Engagement, das zur Betreibung des Eine-Welt-Cafés in Osthofen nötig ist. „Weder die Kosten zur Erhaltung des Gebäudes oder irgendwelche Nebenkosten haben etwas mit den Einnahmen aus dem Eine-Welt-Café zu tun. Es gehe hier nicht um irgendeine Art von wirtschaftlichen Eigeninteressen, sondern darum, Menschen zu helfen“, führte Pfarrer Arndt weiter aus. Das Eine-Welt-Café liege ihm deshalb besonders am Herzen.

100 % der Einnahmen für die Menschen

Alle Einnahmen gehen direkt an die GEPA oder kommen einem  Projekt der Organisation „Brot für die Welt“ zugute. Dieses treibt in Gebieten, an denen Menschen oft stundenlang bis zur nächsten Wasserquelle laufen müssen, den Bau von Regenwassersammelbehältern voran.

Ein sinnvolles Projekt, dass es unbedingt zu unterstützen gilt, resümierte SPD-Fraktionsvorsitzende Anke Knorpp, die sich vor allem von der Nachhaltigkeit und den positiven sozialen Nebeneffekten des fairen Handels begeistert zeigte.

Foto von Mirco Metzler/ Presse und Fotoagentur „Die Knipser“

Veröffentlicht am 01.04.2014 von Peter Martens